Weitere aktuelle Bilder von mir gibt es hier: "Int.CH Rose River's Konquest of Paradise": 5 Jahre
Update: 23.03.2026 - 9,5. Woche der Trächtigkeit - Geburt (Tag 61)
Während Frauchen gestern Abend das Update hier hereingesetzt hat, hatte ich bereits ganz andere Pläne und war bereits dabei mich auszuschlafen für das was da kommt:
Während die Zweibeiner grade beschlossen ins Bett zu gehen, sah Frauchen, dass ich grade dabei war die erste Presswehe abzusetzen. Also nochmal schnell in den Garten, um mich zu lösen und dann in die Wurfecke, wo gleich der Blasensprung einsetzte. Natürlich erst nachdem Frauchen die "guten Tücher" hingelegt hatte. Um 23.53 Uhr wurde dann der erste Welpe geboren (so gilt für den ganzen Wurf dieser Tag noch als eigentlicher Geburtstermin). Ein hübsches Tricolor Mädel mit schönen 400g Geburtsgewicht kam als erstes auf die Welt. Eine gute Stunde später, um 1.15 Uhr folgte dann ein Rüde in Dark Sable. Zwei Stunden später, um 3.16 Uhr folgte dann noch ein weiterer Rüde in Tricolor. Und als sich noch ein Welpe auf den Weg machte, meinte Frauchen jetzt wäre noch ein Mädel in Dark Sabel passend und da ich gerne alle ihre Wünsche erfülle gebar ich eine Stunde später, um 4.21 Uhr noch ein Mädel in Dark Sable. Alle Welpen haben ein sehr schön kräftiges Geburtsgewicht von um die 400g. Meine Zweibeiner sind mächtig stolz auf mich und auch einen lieben Gruß an Daddy!
Die Presswehen in der Austreibungsphase sind im Gegensatz zu den Senkwehen nach außen hin gut sichtbar, wie sie vibrierend über den Bauch verlaufen. Sobald es ans Pressen geht hält die Mutterhündin bei jedem Pressvorgang den Atem und drückt dabei den Welpen zusammen mit den Wehen voran. Als beobachtender Mensch ist man geneigt, besonders in den Endphasen, mit den Atem anzuhalten und zu "drücken". Die Welpen werden in der Regel im Wechsel aus den beiden Uterushörnern geboren, nachdem sie sich aufgrund der Muskelkontraktionen von der Gebärmutterwand abgelöst haben. Der erste Welpe hat die zusätzliche Aufgabe den Geburtsweg passierbar zu machen. Er drückt gegen den Muttermund, der sich daraufhin nun vollständig öffnet. Nun wird er mit jeder Wehe weiter in den Geburtskanal gepresst. Der Vaginalkanal der Hunde ist im Vergleich zu anderen Säugetieren sehr lang und das Gewebe wird mit jedem Pressen weiter geweitet, so dass der Welpe irgendwann hindurchpasst. Unterstützend wirkt dabei die wässrige, klare, gelbliche Flüssigkeit aus der äußeren Fruchthülle, die bis zur Geburt den Fetus als zweite Hülle umgibt. Es ist die fetale Harnblase (Allantois). Sobald die sie umgebende Haut reißt, wirkt die ausfließende Flüssigkeit, ähnlich einem Gleitmittel, welches das Vorankommen der Welpen erleichtert. Die Welpen werden, zumindest theoretisch, etwa zur Hälfte mit dem Kopf voran (Vorderendlage) und zur anderen Hälfte mit dem Hinterteil (Hinterendlage) geboren, was beides völlig natürlich ist. Hier war es diesmal dann tatsächlich genauso. Der erste Welpe in Vorderendlage, der nächste in Hinterendlage, dann wieder in Vorder- und anschließend in Hinterendlage.
Beim Passieren der Vagina wird der Brustkorb zusammengedrückt und eine Art Unterdruck damit erzeugt. Sobald er hindurch ist weitet er sich von selbst wieder und durch die z.T. schon geweiteten Nasenlöcher und ansonsten mit dem Öffnen des Mäulchens (meist zusammen mit einem Laut) wird automatisch im optimalen Falle die Luft eingesogen und im schlechteren Fall auch Fruchtwasser oder verbliebene Sekrete. Um dieses Wissen reicher schaut man heute, ob die Hündin schon die Fruchtblase beim Austritt gleich öffnet oder hilft kurz das Gesichtchen freizulegen, sobald der Kopf ausgetreten ist, so dass nichts passieren kann. Ansonsten läuft die Versorgung komplett instinktiv bei unseren werdenden Mamas. Sie reißen die Fruchthülle komplett auf (packen quasi ihren Welpen aus) und säubern ihn durch Ablecken und regen damit den Kreislauf samt Atmung weiter an. Das Kauen an der Nabelschnur sorgt dafür, dass die blutführenden Gefäße auf natürliche Weise erst abgeklemmt werden, bis sie dann vollständig durchgebissen. Würde man sie einfach mit der Schere durchschneiden, würden die Welpen verbluten, da die Gefäßenden dann noch offen wären. Normal machen das alle Collie Mütter ebenfalls perfekt. Aber es kann auch nicht schaden Daumen und Zeigefinger um die dem Welpen zugewandte Seite zu tun, um sicherzugehen, dass nicht zu kurz abgenabelt wird oder vor allem nicht zu viel Zug auf die Bauchdecke kommt, damit sich kein Fettnabel ausbildet. Zudem sollte immer noch kontrolliert werden, dass wirklich kein Blut austritt, da man sonst abklemmen oder -binden müsste.
Da die Zeiten von Gebären in einer Höhle vorbei sind und Mutter und Welpen nach der Geburt auch ausreichend Platz haben sollten, fehlt ihnen schon mal gerne unter der Geburt die Möglichkeit sich gut abstützen zu können, zum einen mit dem Rücken gegen die eine Höhlenwand und mit den hinteren Pfoten gegen die andere. Da bietet es sich auch an, vor allem bei Geburten mit schwereren oder vielen Welpen, z.B. die Handflächen zum Abstützen anzubieten, was normal auch dankbar angenommen wird. Zusammen mit dem Welpen oder manchmal auch erst später, wird die zugehörige Plazenta als Nachgeburt (Secundinae) ausgestoßen, es muss immer gut darauf geachtet werden, dass wirklich alle raus sind, da es sonst zu einer gefährlichen Gebärmutterentzündung kommt. Unsere hängen meist gleich an den Welpen an. Da hat man manchmal nicht Augen genug, um sicher zu sein, dass sie ausgeschieden wurde, denn die Hündinnen nehmen sie naturgemäß gerne gleich auf beim Säubern, so dass man sie kaum zu Gesicht bekommt. Solange sie sie gut vertragen, ist das kein Problem, da sie sehr konzentriert wichtige Nährstoffe enthält und die Inhaltsstoffe die Milchproduktion anregen. Aber es gibt ab und auch Hündinnen, die wenn sie zu viele davon gefressen haben Durchfall bekommen. Kacy hat alles gut vertragen und genießt stolz ihr Dasein als frischgebackene Mama!
23.03.2026 - 9,5. Woche der Trächtigkeit (Tag 61)
Ich halte es weiter spannend. Nach einer unruhigen Nacht, mit durch Hecheln unterstützten Senkwehen, habe ich heute morgen dann wieder ganz normal mein Frühstück verlangt und auch heute über Tag weiter jede Mahlzeit hungrig verschlungen. Der Welpenbauch ist noch ein Stück weiter nach unten abgesenkt, in Richtung bringend für die Geburt. Das Gesäuge hat sich noch weiter ausgebildet. Den ganzen Tag habe ich heute in der Wurfecke verbracht, bis auf kleine Spaziergänge zwischendurch. Die Temperatur ging gestern zwischendurch auf 36,9°C und heute schon mal zwischendurch ein Stück tiefer hinunter bis 36,6°C, aber alles in allem noch nicht weit genug, um die Kaskade der Geburt auszulösen. Komplett hoch geht die Temperatur nicht mehr und pendelt sich so um 37,3°C ein, typisch wie es werdende Mütter ist an den letzten Tagen vor der Geburt. Die Kleinen fühlen sich einfach noch viel zu wohl im Hotel Mama, mit noch genügend Platz, lassen sie sich gerne noch etwas Zeit. So geht alles seinen Gang, wie es soll und es bleibt weiter spannend!
22.03.2026 - 9,5. Woche der Trächtigkeit (Tag 60)
Es geht alles weiter seinen Gang, wie es die Natur vorsieht. Der heutige Tag ist von mehr Unruhe geprägt. Die Welpen sind noch ein Stück weiter im Bauch abgesunken, so dass sie immer besser fühlbar werden zur Bauchmitte. So werden sie nach und nach immer weiter in Richtung der Geburtsausgangsposition gebracht. So wird meine Beweglichkeit zunehmend eingeengt und verliert so deutlich an Schwung. Ganz vorsichtig gehe ich Schrägen und Stufen herauf und herunter, immer gut achtend auf meine wertvolle Fracht. Die Temperatur ist schon leicht am schwanken, aber noch im oberen Bereicht, so um die 37°C herum, also noch nicht tief genug herunter, dass tatsächlich die Geburt ausgelöst wird. Das passiert erst zum richtigen Zeitpunkt, wenn alles optimal bei mir und den Kleinen vorbereitet ist. Mein Appetit ist weiter ungebrochen, auch wenn ich jetzt immer häufiger zum Lösen und Geschäfte heraus muss. Das passt zu den fortschreitenden Senkwehen, um alles in Position zu bringen und auch die gesamte Muskulatur miteinbezieht, wie auch die des Darms (siehe unten), wobei meine Geschäfte weiter schön fest sind. Heute suche ich auch öfters meine Wurfecke auf und verbringe darin einen Großteil des Tages, immer wieder mal unterbrochen durch Nestbauverhalten, wo alles so umgewühlt wird das es perfekt ist für die jeweilige Liegesposition. Zu den Spaziergängen möchte ich weiter mit, auch wenn sie nun sehr eingekürzt ausfallen, mit Rücksicht auf mein Befinden. Während die anderen sich noch an ihren zusätzlichen Beschäftigungen und Spaziergängen erfreuen, genieße ich es mich zurückzuziehen mit dem instinkticheren und erfahrenen Wissen, was da bald kommt. So bleibt es weiter spannend!
21.03.2026 - 9. Woche der Trächtigkeit (Tag 59)
Hier geht weiter alles seinen Gang, so wie es sein soll. Die ersten leichten Temperaturschwankungen sind da, aber alles nur im oberen Bereich. Das heißt die Kleinen fühlen sich noch rundum wohl im Hotel Mama. Ich schlafe ich viel und Ruhe mich aus, für das was da kommt. Ab und an kommen erste Hechelphasen, ausgelöst durch die Senkwehen (aber noch keine Presswehen) und bringe so die Welpen zunehmend in eine geburtstaugliche Position, während sich die zukünftigen Geburtswege weiten. Der Welpenbauch beginnt langsam abzusinken, so dass meine Flanken zunehmend wieder sichtbar werden, in ihrem ursprünglichen leicht eingefallenen Aussehen. Aber momentan sind die Veränderungen nur gering, auch wenn man den ersten Welpen nun Richtung Mitte unterm Bauch erfühlen kann, so sitzt der Rest doch noch weit oben und die Flanken sind derzeit noch nicht so wirklich gut sichtbar. Meine Zweibeiner freuen sich über die gut fühlbaren Tritte und oft auch den Kopf oder Körper, vor allem wenn die Kleinen sich drehen. Mein Gesäuge ist schon gut ausgebildet. Die Mahlzeiten werden nochmal etwas kleiner und in der Menge verteilter, so dass mein Riesen Appetit weiter gut gestillt ist, aber auch alles mengenmäßig passt. So manches Mal liege ich da und überlege mir, warum aufstehen, liegen bleiben ist doch so viel bequemer. Wobei ich manchmal nicht so wirklich eine gute Liegeposition finde und mich immer wieder mal umlege, auch wenn das Aufstehen zunehmend mühseliger wird. Auch Drehen und Wenden in Liegeposition ist nicht mehr so einfach wie früher. So bleiben die eigentlichen Schlafeinheiten doch recht kurz. Oft liege ich jetzt auch auf allen Vieren, so dass Bauch und Brust mehr frei liegen. Vor allem in den Phasen der Senkwehen. Aber wenn ich unterwegs bin laufe ich noch prima mit, immer wieder auch mal ein Stückchen im starken Trab, wobei die Wegstrecken mit jedem Tag zunehmend kürzer werden. So bleibt es weiter spannend!
_______________________________________________________________________________________________
19.03.2026 - 9. Woche der Trächtigkeit (Tag 57)
Langsam, aber sicher kommen wir ans Ende der Trächtigkeit. Die Welpen sind jetzt nahezu geburtsfertig. Die Öhrchen und Augen bleiben noch verschlossen. Sie öffnen sich erst nacheinander, etwa 10 - 14 Tage nach der Geburt. Auch die meisten anderen Organe reifen erst nach der Geburt völlig aus. Insbesondere die Lunge ist noch nicht fertig. Die Welpen legen jetzt noch wichtige Energiereserven (Glycogen) in der Leber an. Der Platz im Mutterbauch wird, insbesondere bei größeren Würfen, immer beengter. Sie sind jetzt etwa 18 cm groß. Auch die Nährstoffversorgung kommt langsam, aber sicher an ihre Grenzen, so wie die Natur es vorgesehen hat, denn im Laufe der 9. Trächtigkeitswoche wird es Zeit für die Kleinen auf die Welt zu kommen. Der Herzschlag der Welpen im Mutterbauch liegt bei ca. 230 Schlägen pro Minute.
Sobald der Zeitpunkt der Geburt allmählich naht, gibt es gravierende Änderungen im Hormonhaushalt der Welpen und vor allem bei der Mutterhündin. Die Hirnanhangdrüse der Welpen gibt, ausgelöst durch die Stressoren, wie beengten Platz, das Hormon ACTH (adrenocorticotropes Hormon) ab. Daraufhin produziert die Nebennierenrinde Cortisol (Glukokortikoid). Sobald dies über die Plazenta in den Körper der Mutterhündin gelangt, steigt deren Östrogenwert. Dies führt zum Anstieg von PGF2a (Prostaglandin-F2-Alpha), was wiederum zur Reduktion der Gelbkörperhormone (Luteolyse) führt, die bisher für einen hohen Progesteron Wert gesorgt haben, der Grundvoraussetzung für das Fortbestehen der Trächtigkeit. Mit dem jetzigen Absinken kann die Trächtigkeit nicht mehr lange fortgeführt werden. Der niedrige Progesteron Gehalt bewirkt auch eine allmähliche vorübergehende Temperaturabsenkung von etwa einem Grad Celsius, manchmal auch etwas mehr (von normal, bei uns Collies hier, von 37,5°C - 38,5°C auf ca. 35,6°C - 37,4°C, meist aber tatsächlich deutlich unter 36°C). Zudem wird die bisherige Hemmung der Milchproduktion aufgehoben. Später wird durch die Dehnreize in der Vagina und dem Gebärmutterhals sowie während der Geburt durch die Bauchpressen, vermehrt das Hormon Oxytocin gebildet, was dann die Milchbildung vollends auslöst.
Der steigende Östrogengehalt unterstützt die zunehmende Erschlaffung des Gewebes, um den späteren Geburtsweg zu weiten, damit die Welpen auch hindurchpassen. Zudem führt es auch zum Absinken des "Welpenbauchs", unterstützt von den Senkwehen. Man kann es gut an den zunehmend einfallenden Flanken der Mutterhündin erkennen, je näher der Geburtstermin rückt, bei gleichzeitig wieder weiter herausstehenden Hüftknochen. Während bisher der gesamte Bauch vor allem zu den Seiten hin dick und rund erschien, ist es jetzt mehr der Unterbauch, der sich auswölbt und in die Breite geht, quasi von der Apfel- zur Birnenform, wenn man von vorne oder hinten schaut. Der Bauch wird so unten zunehmend rund und prall. So werden die Welpen auf der richtigen Höhe auf den Geburtsweg gebracht.
Das Ganze wird unterstützt von den sogenannten Senkwehen. Sie setzen meist schon Tage vorher ein, mit zunehmender Intensität, je näher es auf den Geburtstag angeht. Während die späteren Presswehen in der Austreibungsphase (Geburt), wie eine vibrierende Welle von außen für die Zweibeiner in der Regel gut sichtbar sind, kann man die Kontraktionen der Senkwehen nicht direkt sehen. Indirekt bemerkbar machen sie sich durch eine zunehmende Unruhe und Rastlosigkeit sowie verstärktem Hecheln. Keine Liegeposition scheint mehr die Richtige zu sein. Oft wird gewechselt zwischen Liegen und Sitzen, um sie besser abzufangen und das Absenken der Welpen nach unten zu unterstützen. Zugleich wird meist das Nestbauverhalten intensiviert. Mit den Vorderbeinen wird dabei viel gescharrt. Während früher in der Wildnis dazu wohl der Untergrund der Wurfhöhle parat gemacht wurde, werden bei uns nun gerne Kissen und Decken zusammengescharrt, so dass man sich gut dahinter oder darauf legen kann. Denn die bevorzugte Liegeposition unter den Senkwehen ist mit aufgestützten Vorder- und Hinterläufen und einem freischwebenden Bauch, was wohl auch die zunehmenden Tritte der Kleinen abmildert.
Viele suchen auch gerne in dieser Zeit ihre „Wurfhöhle" auf bzw. halten Ausschau nach Alternativplätzen. Auch im Garten wird gerne alles nochmal genau inspiziert, zumal hier die Temperaturen für die erhitzte Hündin manches Mal angenehmer sind. Und wehe dem, der es versäumt hat eventuelle Höhlen und Nischen zu verschließen, der kann seine Hündin später suchen oder im Zweifelsfalle auch ausgraben, wenn es so weit ist haha. Aber die anhänglichen Collies wissen die Nähe ihrer Zweibeiner zu schätzen und somit auch die Vorzüge der aufgebauten Wurfkiste. Typisch sind in dieser Zeit durchgehechelte Nächte, gerne im Bett der Zweibeiner, was dann dazu führt, dass das ganze Bett mit vibriert im Takt des schnellen Hechelns, so können sich dann Zwei- wie Vierbeiner schon einüben im Durchmachen der zukünftigen Nächte. Manch ein Zweibeiner denkt, dass es bald losgehen dürfte, aber gerne nutzen die Vierbeiner die helle Tageszeit dazu ihren Schlaf nachzuholen, am liebsten dicht an Frauchen oder Herrchen gekuschelt. Zwischendurch wird auch gerne mal ein Abstecher in die spätere Wurfkiste gemacht, wenn sie einladend gestaltet ist, wie hier mit Kissen zum Scharren und kühlen Decken zum darauf liegen, das Ganze auch gerne mit Höhlencharakter.
Mit dem steigenden Anstieg von PGF2a wird zunehmend die glatte Muskulatur zu Kontraktionen stimuliert, was dann irgendwann zur "mechanischen" Einleitung der Geburt führt. Aber nicht nur die Muskulatur in der Gebärmutter zieht sich immer wieder zusammen, sondern auch die restliche glatte Muskulatur im Körper wird beeinflusst. Dies kann manchmal im Magen- und Darmtrakt zu Durchfall und Erbrechen führen, auch wenn wir Mädels hier in der Regel davon verschont geblieben sind. Das hat ansonsten aber auch Vorteile, denn ein leerer Darm führt zu mehr Platz im Bauchraum für die Geburtsvorgänge. Ebenso die Einstellung der Futteraufnahme, die viele Hündinnen alternativ zum Schluss praktizieren. Bei der Atmung können die Kontraktionen zum Hecheln führen, was für Kühlung sorgt. Auch in den Gefäßen gibt es Veränderungen und der Blutdruck kann dadurch etwas ansteigen, was für einen schnelleren Stoffwechsel in dieser Hochleistungsphase sorgt.
Später in der Geburt werden die Kontraktionen unter den Presswehen so stark werden, dass sich die Plazenta von der Uteruswand ablöst oder besser gesagt abreißt, so dass eine blutige Stelle zurückbleibt, die dann auch den späteren Ausfluss der Mutterhündin (Lochialflüssigkeit) mit in Gang setzen, der Tage bis Wochen andauern kann, bis alle überschüssigen Flüssigkeiten und Gewebereste ausgeschieden sind.
Als instinktsichere, erfahrene Hündin bin ich alles in allem noch weiter vergleichsweise sehr entspannt. Nach ersten kurzen Phasen der Unruhe mit Hecheln und Wechseln der Liegepositionen gibt es immer wieder längere Ruhephasen, in denen ich mir eine Mütze Schlaf hole, gerne angekuschelt an meine Zweibeiner, aber auch immer wieder mal in meiner kuscheligen Wurfkiste. Meine Zweibeiner haben ein gutes Drittel vom Wohnzimmer abgetrennt, extra für mich. Neben meiner Wurfkiste liegt schon Frauchens Matratze bereit und alle Utensilien, die zur Geburt gebraucht werden stehen ebenfalls schon parat.
Der Bauch ist noch oben und der Appetit ungebrochen, so als ob ich eine ganze Fußballmanschaft im Leib hätte haha. Da der Bauch schon so gut gefüllt ist, passt in den Magen nicht mehr so viel auf einmal herein. Darum werden nun die Mengen wieder kleiner, eher wieder so wie die ursprünglichen Tagesrationen, aber eben öfter über den Tag verteilt gegeben, so dass die Gesamtmenge wieder stimmt. Das Gesäuge bildet sich immer weiter aus. Der Vaginalbereich schwillt weiter an, der typische klebrige Ausfluss ist etwas mehr geworden. Alles so wie es sein soll.
Die Tritte der Kleinen werden von Tag zu Tag intensiver. Man kann sie nicht nur spüren, sondern auch von außen sehen, wenn die Bauchdecke oder das Fell sich hin und her bewegen. Selbst wenn man die Hand auf den Rücken legt, kann man noch ein Vibrieren spüren. Wer schon mal Mutter war, weiß wie heftig solche Tritte sein können und dann stelle man sich mal vor, dass man nicht nur ein oder zwei Früchte in sich trägt, sondern ein Vielfaches, allesamt ausgestattet mit vier kräftigen Beinchen. Inzwischen bringe ich 4,5 kg mehr auf die Waage, bei gleich gut fühlbaren Rippen, wie vor der Trächtigkeit. Wenn ich mein ursprüngliches Gewicht von 25 kg nehme, dann wären das für einen durchschnittlich 75kg schweren Menschen, 13,5kg Gewichtszunahme in 2 Monaten. Stellt Euch vor Ihr müsstet Tag und Nacht knapp 14 Milchtüten mit Euch herumschleppen, dann wisst Ihr, wie es mir derzeit ergeht haha. Das heißt aber nicht, dass bei den Spaziergängen nicht immer auch mal ein Stück flotter Trab und auch mal ein kurzer Sprint dabei ist. Aber auf alles Weitere verzichte ich derzeit und gehe es ruhig und entspannt an. Das ganze Rudel ist schon in freudigem Aufruhr, man spürt die gespannte Vorfreude. Auch ich selbst strahle immer wieder stolz vor Mutterglück.

(Bildquelle: 4D-Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_______________________________________________________________________
12.03.2026 - 8. Woche der Trächtigkeit (Tag 50)
Das Größenwachstum der Welpen ist inzwischen so stark, dass man gut beobachten kann, wie mein Bauchumfang immer weiter zulegt, denn die Kleinen kommen jetzt schon im Laufe der Woche auf eine Größe von ca. 14 cm. Die Körperbehaarung der Welpen nimmt im Laufe der Woche weiter zu, so dass sie zum Ende der Woche ganz mit Fell bedeckt sind. Die Mineralisierung des Skeletts schreitet weiter voran. Nach Schädel, Wirbelsäule und Rippen folgen nun das Becken sowie die Extremitäten und in der 9. Woche die Zähne, die bei der Geburt noch vom Zahnfleisch verdeckt sind.
Die Zitzen haben sich in den letzten Wochen zunehmend vergrößert und inzwischen schwillt der gesamte Gesäuge Bereich an. Auch wenn sich im Laufe der Woche meist schon die ersten Tröpfchen bilden, wird die eigentliche Milchproduktion erst durch den Progesteron Abfall, kurz vor der Geburt ausgelöst. Die Uterushörner gefüllt mit den Welpen drücken zunehmend auf die umliegenden Organe, wie u.a. den Magen, der dadurch mit zunehmendem Trächtigkeitsverlauf, irgendwann nicht mehr so viel Nahrung auf einmal aufnehmen kann, so dass dann die Portionen ggf. wieder kleiner werden, aber dafür noch häufiger. Aber noch passt alles und der Heißhunger ist ungebrochen. Ich bekomme jetzt noch eine zusätzliche kleine Mahlzeit, damit nachts nicht so eine lange Lücke entsteht. Der Druck auf Blase und Darm sorgt dafür, dass ich jetzt wieder öfters hinausmuss. Da mir jetzt durch den erhöhten Stoffwechsel immer eher etwas zu warm ist, werfe ich schon mal eine Ladung Unterwolle ab, um mich anzupassen. Im Bereich des Gesäuges und hin zum Vaginalbereich hat sich schon vor einer Woche das meiste gelöst gehabt. Was noch zu viel verbleibt wird Frauchen in den nächsten Tagen noch freischneiden, damit die Milchbar frei zugänglich ist und niemand im Gewirr der Haare steckenbleibt und es hygienisch ist. Zudem kann so die Körperwärme viel einfacher an die Welpen abgegeben werden. Und momentan kommt mit dem freien Bauch noch mehr Kühle heran, so dass es den Kleinen auch nicht zu warm wird.
Ich wechsle inzwischen immer öfter die Liegeposition, um es mir und den Kleinen möglichst angenehm zu machen, wobei das Aufstehen immer mühseliger wird. Aber bei einem so vollen Bauch drückt es immer intensiver Mal hier und Mal da, da die Kleinen alle ihren Freiraum wollen. Manchmal fragt man sich, wo alles noch hinsoll, wenn man bedenkt, dass die Kleinen noch weiter wachsen bis zur Geburt. Vorgestern zeigte die Waage gut 4kg Mehrgewicht an, die Woche vorher waren es noch 2,5kg. Bei den Spaziergängen laufe ich gerne weiter freudig mit, nur dass die Strecken weiter kürzer werden. Zu Hause bin ich öfters müde und genieße es mit meinen Zweibeinern zu kuscheln. Auch gerne mit dem Vorderkörper auf ihnen liegend oder alternativ einem Kissen, so dass der Bauch freier schwebend ist und die Kleinen mehr Platz haben.
Meine Zweibeiner können inzwischen gut die Tritte der Kleinen fühlen, wenn sie ihre Hand auf mein Bäuchlein legen. Dabei wird das Gestrampel zunehmend heftiger. Das macht auch Sinn, denn so baut sich schon gut Muskulatur auf, so dass die Kleinen gut an die Milchbar robben können, wenn es soweit ist. Alles in allem nehme ich es weiter ruhig, wie schon beim ersten Wurf. Dazu kommt jetzt noch die Erfahrung und das Wissen. Die anderen Collies, die selber schon Welpen hatten, riechen schon immer mal ganz gespannt und freudig ausschauend an mir. So wird es zunehmend spannend!

(Bildquelle: 4D-Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_______________________________________________________________________
05.03.2026 - 7. Woche der Trächtigkeit (Tag 43)
Die Welpen sind jetzt etwa 10 cm groß. Die Zehen sind jetzt soweit ausgebildet, dass sie getrennt voneinander, einzeln vorliegen. Die Welpen nehmen weiter stark zu und haben am Übergang der 7. zur 8. Woche bereits 3/4 des Geburtsgewichts erreicht. Das liegt u.a. auch daran, dass sich das Skelett aushärtet, durch Einlagerung von Calcium und weiteren Mineralien (Kalzifizierung). Danach wären die Welpen auch röntgenologisch sichtbar. Auch wenn der Bedarf an Calcium und Vitamin D steigt, darf man nicht den Fehler machen dies zu viel zuzufüttern. Damit richtet man i.d.R. mehr Schaden wie Nutzen an, da die Welpen hier sehr empfindlich reagieren und es leicht zu Missbildungen kommt und die Hündin die Eigenproduktion einstellt und dann bei der Geburt in eine Mangelsituation kommt. Besser ist es, wie sonst auch, ein hochqualitatives Futter zu geben, mit einem ausgewogenen Calcium-Phosphor-Verhältnis. Sinnvoll ist aber die allmähliche Umstellung der Mutterhündin auf Welpenfutter, um dem erhöhten Nährstoffbedarf gerecht zu werden. Beim Barfen erhöht man entsprechend dem Bedarf die Tagesration, wichtig ist, dass alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis zueinander gegeben werden.
Mein Bauchumfang hat weiter gut zugelegt, es ist nichts mehr zu sehen, von meiner einst so schlanken Taille und somit werde ich auch zunehmend ruhebedürftiger. Meine Aufmerksamkeit ist immer öfter intensiv "nach innen" geneigt. Mein stolzer, freudig strahlender Blick dabei lässt mich, im angehenden Mutterglück, immer weiter regelrecht erstrahlen. Ich trinke mehr, angepasst an den erhöhten Stoffwechsel und passend werden auch die Mahlzeiten nun zunehmend umfangreicher und es ist eine ausgedehntere Abendmahlzeit hinzugekommen, so dass die Kleinen rund um die Uhr gut versorgt sind. Immer alles so, dass zwar der Bauchumfang wächst, aber dass das restliche Gewicht, in etwa erhalten bleibt. So sind die Kleinen rundum gut mit Nährstoffen versorgt.
Jetzt beginnt so langsam der anstrengendste Teil der Trächtigkeit. Ich beginne jetzt öfters wieder die Liegepositionen zu wechseln. Man merkt, dass die Kleinen immer mehr Raum einnehmen und anfangen auf verschiedene Organe zu drücken. Zudem scheinen sie in bestimmten Liegepositionen besonders aktiv zu sein. Wenn Frauchen die Hand auf meinen Bauch legt, scheint sie die Aktivitäten schon spüren zu können, wie eine Art Vibration. Und es scheint so, als ob doch ein paar mehr drin sind, dafür spricht auch mein gut zunehmender Bauchumfang. Na warte mal ab, wenn die Kalzifizierung weiter voranschreitet, dann kann man die Tritte so richtig fühlen (ich noch mehr wie sie) und auch schon sehen, wie sich Bauchdecke und Fell bewegen. Aber noch ist es nicht so weit. Aber dennoch rumoren die Kleinen immer mehr in meinem Inneren und haben schon gut an Gewicht zugelegt. Das Nestbauverhalten setzt jetzt auch zunehmend ein, bei dem ich mit den Vorderläufen instinktiv grabe, wenn ich mich nicht grade auf dem angenehm kühlen Fliesenboden niederlege, sondern auf einem der Hundekissen, Couch oder Bett. Auch wenn im Haus meiner Zweibeiner der Höhlenbau meiner Urahnen nicht mehr zeitgemäß ist, so kann man doch die Kissen schön so arrangieren, dass es kuschelig und weich ist, am besten noch mit Entlastung der Bauchregion. So liege ich auch immer öfter mal auf allen Vieren, dabei gerne erhöht im Brustbereich, so dass der Bauch sich frei nach unten und beiden Seiten ausdehnen kann. Am beliebtesten bleibt die Rückenlage und wenn meine Zweibeiner dazu noch mein Bäuchlein streicheln ist alles perfekt.
Damit ich nicht mehr unnötig springe, achten meine Zweibeiner nun intensiv darauf, dass ich auch wirklich immer hingestellten Zwischenstufen auch wirklich immer nutze, wenn es ins Auto oder auch einfach auf die Couch oder Bett geht. Meistens mache ich das eh von mir aus. Ich will nach wie vor überall dabei sein, auch wenn ich nun schneller ermüde und die Spazierwege nun zunehmend kürzer werden. Wobei hin und wieder auch kleine Sprints eingelegt werden, so wie es sein soll, damit ich auch körperlich fit bleibe für die Geburt und die anstehende Rund-um-die-Uhr Versorgung der Kleinen danach. Ansonsten lasse ich es derzeit alles in allem weiter ruhig angehen, immer gut auf mich und vor allem die Kleinen achtend.
Ende der 7. Woche:
(Bildquelle: 4-D Ultraschallfotos: Natinal Geographic / Pioneer Production)
_______________________________________________________________________________________________
26.02.2026 - 6. Woche der Trächtigkeit (Tag 36)
Die Welpen haben inzwischen ihre Größe verdoppelt und sind jetzt etwa 6 cm groß. Die männlichen Genitalien haben sich so weit ausgebildet, dass man sie beim Ultraschall erkennen könnte. In der Praxis ist das aber kaum durchführbar, da dafür jeder einzelne Welpe richtigherum still liegen müsste. Die Untersuchung würde vermutlich Stunden dauern, was niemand seiner trächtigen Hündin und auch nicht den Welpen zumuten würde. Die einzelnen Zehen sind immer besser erkennbar, aber heften noch aneinander. Zudem beginnen sich die Krallen zu entwickeln.
Ich nehme es weiter fürsorglich ruhig. Während die anderen toben bei den Spaziergängen, lasse ich es weiter gemächlich angehen und mache nur noch kurze Sprints. Zwischendurch mache ich ab und an auch weiter Spielaufforderungen, aber immer schön aus der Distanz und immer so, dass mein Bauch sicher ist vor den Berührungen der anderen. Inzwischen merkt man auch, wie einiges etwas mühseliger wird, so überlege ich mir es, ob ich wirklich aufstehe, wenn ich irgendwo gut liege und wenn, dann geht es langsamer von statten wie sonst.
Gerne liege ich seit einiger Zeit noch deutlich weiter ausgestreckt da, wie sonst, denn inzwischen strecke ich die Hinterbeine noch weiter nach hinten aus, um den Bauch weiter mehr Raum zu geben. Meine Rundungen nehmen immer weiter zu, während das Fell immer deutlicher absteht. Wer weiß, vielleicht haben sie so auch eine Art zusätzliche Schutzfunktion, wenn es irgendwo mal enger wird. Denn wie wir Collies halt so sind, schauen immer, dass uns kein Härchen unnötig gekrümmt wird, haha, vor allem, wenn wir so wertvolle Fracht im Bäuchlein haben.
Mein Appetit ist ungebrochen, wenn es nach mir ginge, könnte ich wohl von morgens bis abends essen, aber das wäre für mich und die Welpen nicht wirklich förderlich. Ich bekomme schon mehr, um die weitere gute Versorgung der Kleinen sicherzustellen. Aber immer nur so viel, dass die Welpen zunehmen und ich mein Gewicht in etwa beibehalte, sprich die Rippen weiter gut fühlbar bleiben. Ich lieben es auf dem Rücken zu liegen und mir das Bäuchlein streicheln zu lassen. Vermutlich spüren es die Kleinen schon und werden so auch ruhiger, denn dann schlafe ich nochmal so wohlig ein.

(Bildquelle: 4-D-Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_______________________________________________________________________________________________
19.02.2026 - 5. Woche der Trächtigkeit (Tag 29)
Ab jetzt wird die typische Embryonalstellung eingenommen. Alle Organsysteme sind nun fertig angelegt und wir sprechen nun nicht mehr vom Embryo, sondern vom Fötus. Er ist jetzt etwa 3 cm groß. Das Schlagen des Herzes konnte man schön vor ein paar Tagen beim Ultraschall sehen. Die ersten Zehenglieder sind schon gut erkennbar, noch sind sie aber miteinander verwachsen. Kiefer, Zitzen, Ohrmuscheln, Augenlider und -brauen sowie Tasthaare im Gesicht beginnen sich auszubilden. In dieser Woche findet auch der sogenannte physiologische Nabelbruch statt. Wie beim menschlichen Fötus auch, werden auf Grund der momentanen räumlichen Enge in der Leibeshöhle, einige Darmschlingen nach außen in die Nabelschnur verlagert. Am Ende der darauffolgenden Woche werden sie wieder zurückverlagert.
Meine Bäuchlein nimmt immer mehr an Rundung zu. Das Fell steht dabei mehr ab, außer dort, wo die sogenannten Trächtigkeitsrinne entlang läuft, die sich von der Flanke über den Bauch bis hin zu den vorderen Rippen ausdehnt. Das Fell dort ist eng anliegender und kleidet so die Trächtkeitsrinne aus, verursacht durch die zunehmende Rundung des Bauchs darunter. So ist sie auch ein deutliches Zeichen der Trächtigkeit. Die Zitzen werden langsam prall und größer, ebenso die Vulva, die sich gar nicht mehr zur ursprünglichen Größe zurückgebildet hatte. Neu ist ein leichter, etwas klebriger zäher bernsteinfarbener Ausfluss, mit einem gewissen süßlichen Geruch, ebenfalls ein deutliches Anzeichen der Trächtigkeit nach der Einnistung. Jetzt beginnt die schönste Zeit der Trächtigkeit, sobald die hormonellen Veränderungen vom ersten Teil der Trächtigkeit abgeschlossen sind. Die Organbildungsphase dauert jetzt noch eine knappe Woche an. Danach beginnt die letzte Phase der Trächtigkeit, die vorwiegend geprägt ist vom Größenwachstum, neben der weiteren Ausbildung der körperlichen Merkmale. Aber noch sind die Föten sehr klein und ich kann mich noch gut bewegen, auch wenn ich es weiter fürsorglich ruhig angehen lasse. Ich bin rundum zufrieden und das sieht man mir auch an. Wann immer man mich anschaut, strahle ich voller Stolz und Freude!

(Bildquelle: 4-D Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_______________________________________________________________________________________________
17.02.2026 - 4,5. Woche der Trächtigkeit (Tag 27)
Was ich und meine Verwandtschaft hier schon lange wussten, haben meine beiden Zweibeiner dann heute im Ultraschall bestätigt bekommen, denn sie durften einen ersten Blick auf meine Kleinen werfen. Agil, wie es sein soll, bewegten sie sich alle, als sie ins Blickfeld kamen. Es war nicht sicher ob es drei oder fünf sind und zwei vielleicht doppelt gesehen wurden. Bislang gab es fast immer auch noch ein paar Versteckte. Da müssen sich meine Zweibeiner noch ein paar Wochen gedulden. Auf den Bildern unten kann man schön die Früchte erkennen, inmitten der dunklen, mit Flüssigkeit gefüllten Fruchtkammern. Auch die Nabelschnur (als helles Band) ist zu erkennen, wie sie vom Rand der Plazenta zum jeweiligen Embryo führt.

Mein Umfang scheint trotz der noch geringen Größe des Nachwuchses schon gut zuzunehmen und meine einst so schlanke Taille verschwindet zunehmend. Zudem fängt jetzt die Zeit an, wo ich meinen Hinterleib nicht mehr biege, damit es den Kleinen nicht zu eng wird und keiner gedrückt wird. Das heißt es sieht aus als ob ich einen Stock verschluckt hätte und mein Wendekreis ist dadurch deutlich größer geworden. So geht alles seinen Gang als besonders fürsorgliche erfahrene Mama.
_________________________________________________________________________________________
12.02.2026 - 4. Woche der Trächtigkeit (Tag 22)
In der vierten Woche beginnen sich die Organsysteme auszubilden. In dieser Zeit, die bis zum etwa 35. Tag andauert, ist die Hündin besonders empfindlich gegenüber fruchtschädigenden Stoffen, wie z.B. Umweltgifte (wie z.B. Pestizide im Garten, auf Feldern, umliegenden Gräsern, Pfützen und Bächen), viele Medikamenten und Impfstoffe, schädlichen Strahlungen (z.B. Röntgenstrahlen), Mangel- oder Überversorgung an Vitaminen (v.a. Vitamin A), Spurenelementen und Mineralien. Viele dieser Schadstoffe können die Embryonalentwicklung empfindlich stören und zu Missbildungen bis gar hin zum Absterben der Embryonen führen.
Man muss sich die Uterushörner als 2 schlauchartige Ausstülpungen der Gebärmutter vorstellen. Darin liegen die Embryonen aufgereiht hintereinander. Um den 25. Tag der Trächtigkeit gibt es das sogenannte Ampullenstadium. Zu diesem Zeitpunkt zieht sich die Gebärmutter in den beiden Hörnern so zusammen, dass die einzelnen Früchte, sauber unterteilt, wie eine Perlenkette daliegt. Das könnte ein geübter Tierarzt die Trächtigkeit durch vorsichtiges Abtasten bestätigen. Aber diese Untersuchungsmethode zählt nicht zu den gängigen Nachweismethoden, weil sie unnötigen Stress für die Mutterhündin bedeutet und nicht ganz ungefährlich für die Kleinen ist. Auch das nun neu hinzukommende Hormon Relaxin ist leider zu instabil, um es zuverlässig messen zu können. Auch wenn es schade ist, denn es ist das einzige Hormon, das die Trächtigkeit von der Scheinträchtigkeit unterscheidet, sprich die Hündinnen durchlaufen egal ob tragend oder nicht, die ansonsten absolut gleichen hormonellen Veränderungen. Üblich zum sicheren Trächtigkeitsnachweis, bleibt eine Ultraschalluntersuchung mit knapp vier Wochen, sprich wir müssen uns noch ein paar Tage gedulden. Sie ist eine gängige Nachweismethode zur erstmaligen tierärztlichen Sicherstellung einer Trächtigkeit und man bekommt schon mal einen Eindruck über die Wurfstärke.
Die für die Grundversorgung wichtigen Plazenten bilden sich aus. Beim Hund liegen sie gürtelförmig um den Embryo herum. Sie sind also rundherum mit dem Uterusschlauch verbunden, um eine bestmögliche gute und sichere Einbettung und Versorgung zu ermöglichen. Dabei verbleiben der Blutkreislauf von Mutterhündin und Welpen jeweils getrennt. Die Nährstoffe, die der Welpe von der Mutterhündin erhält, müssen erst bis in die Grundbausteine abgebaut werden, damit sie klein genug sind, um vom Welpen aufgenommen werden zu können. So gehen auch schon die ersten Antikörper von der Mutter auf den Nachwuchs über. Ebenso können manche Hormone die Plazentaschranke passieren, und andersherum ein Großteil der möglichen Schadstoffe zurückgehalten. Auch ein Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid findet statt. Calcium und Vitamine können nur zum Fötus hingelangen, aber nicht zurück. Anders herum werden auch einige Abfallstoffe vom Welpen erst in die Grundbestandteile abgebaut und dann von der Mutterhündin aufgenommen und "entsorgt".
Der inzwischen gut einen Zentimeter große Embryo fängt an ein vergleichsweises großes Köpfchen auszubilden. An der Ausbuchtung auf Brusthöhe beginnt sich das Herz auszubilden. Andere Vorwölbungen sind die ersten Ansätze der Extremitäten. Das Gehirn, Rückenmark und das Zentrale Nervensystem entwickeln sich aus der Neuralrinne. Entlang des Rückens ist eine erste feine Untergliederung zu erkennen, die der späteren Wirbelsäule entspricht. Die späteren Augen sind als zwei kleine Vorwölbungen und die späteren Ohren als zwei kleine Vertiefungen zu erkennen.
Mit dem Ende der Einnistphase endet auch die Phase der Hormonumstellung, die den Appetit so mancher Hündin beeinflusst hat. Auch die verstärkte Müdigkeit lässt wieder ein wenig nach. Die Hündin wird jetzt wieder agiler und der "schönste" Teil der Trächtigkeit beginnt.
Von Übelkeit keine Spur, habe ich habe nach wie vor einen riesigen Appetit. Beim Spielen passe ich immer auf, dass niemand gegen mein Bäuchlein stößt. So manches Mal halte ich mich auch eher abseits. Während ich früher im Auto mir gerne ein Kissen geteilt habe (obwohl für jeden Hund ein eigenes da ist), nehme ich jetzt gerne eins für mich alleine ein. Denn lang ausgestreckt daliegen, ist mir auch da wichtig. Das bekommen auch meine Zweibeiner zuspüren, wenn ich wie alle Trächtigen eine noch größere Vorliebe dafür habe mit im Bett zu schlafen. Natürlich nicht längs, sondern quer, mit dem Rücken gegen das Kopfteil und dann die Beine weit abgespreizt, da kann man nur staunen wie lang ich bin haha, während meine Zweibeiner sich mit den Randzonen begnügen müssen. Da rettet es sich auch nicht, dass ihre aneinendergestellten Betten jeweils 1,40 Meter breit sind (damit noch genügend Platz für uns ist oder vielmehr für sie). Und natürlich bette ich mein Haupt mit auf einem der Kopfkissen. Was wäre auch ein Collie ohne dem. Karnevalsdienstag haben wir unseren Ultraschalltermin, so geht es spannend weiter.
Ende der 4. Woche:


(Bildquelle: 4-D Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_________________________________________________________________________________________
05.02.2026 - 3. Woche der Trächtigkeit (Tag 15)
Diese Woche ist von zwei besonderen Ereignissen geprägt, die sogenannten Keimblätter bilden sich aus. Sie sind die Grundlage für die spätere Organbildung. Zudem beginnt im Laufe dieser Trächtigkeitswoche die Einnistungsphase, in der sich die Eizellen in die Gebärmutterwand einnisten, jetzt wo die Nährstoffe zur Selbstversorgung zu Ende gehen.
Bei den bisher stattgefundenen Zellteilungen wurden die Zellen alle mit den gleichen genetischen Informationen ausgestattet, die im Zellkern enthalten sind. Anders sieht es mit der Flüssigkeit aus, die den Zellkern umgibt, dem sogenannten Zytoplasma. Bei jeder Teilung erhalten die neuen Zellen einen Teil dieses Plasmas, das aus der ursprünglichen Eizelle stammt. Dabei werden auch die darin enthaltenen Bestandteile ungleichmäßig verteilt, wie z.B. verschiedene Eiweißstoffe, auch Mitochondrien und RNA, die ebenso wie der Zellkern, genetische Informationen enthalten. Die zytoplasmatischen Regulierungsstoffe veranlassen nun die einzelnen Zellen bestimmte Aufgaben vorzunehmen. So beginnen sich einzelne Zellen, ganze Zellstränge und -schichten in vorherbestimmter Weise, neu zu formieren. Durch Auffaltungen und Einstülpungen bilden sich die Grundgerüste für die Organe des späteren Individuums. Diese Phase der Formveränderung bezeichnet man als Gastrulation.
Die äußere Zellschicht (Trophoblast) stülpt sich an einer bestimmten Stelle nach innen und bilden so das Grundgerüst für den Darm. Die entstandene Öffnung ist der sogenannte Urmund, der spätere After. Das eigentliche Maul bildet sich später am gegenüberliegenden Ende. Die Zellschicht wird auch als Entoderm bezeichnet. Neben dem Darm bildet sie die Grundlage für weitere Organe, wie z.B. Leber und Lunge. Ein weiterer Zelltyp ist das sogenannte, außen liegende Ektoderm. Es bildet die Grundlage für das zentrale Nervensystem, Haut und das Fell. Später bildet sich noch eine Zwischenschicht, das Mesoderm aus. Es ist die Grundlage für das spätere Skelett, Muskeln und Gefäße. Ektoderm, Entoderm und Mesoderm bilden zusammen die drei Keimblätter.
Auch die Amnionhöhle bildet sich so aus. In ihr kann sich der heranwachsende Welpe später frei bewegen und ist gleichzeitig geschützt. Die sie umgebende Außenhaut nennt man Schafshaut. Wenn sie später fertig ausgebildet ist, sorgt sie für genügend Fruchtwasser im Inneren.
Die etwa 2 mm großen Eizellen verteilen sich jetzt gleichmäßig in den beiden Uterushörnern. Die sogenannte Zona pellucida, ist die äußerste Umhüllung der Eizellen. Nachdem die Samenzelle sie durchdrungen hat, hat sie ihre Struktur so verändert, dass sie anfangs eine feste Schutzhülle ausbildet und verhindert, dass sich die Eizellen an falscher Stelle zu früh einnisten. Im Laufe der Woche verschwindet diese Hülle und die Eizellen nehmen ersten Kontakt zur Uteruswand auf. Erst über feinste fadenartige Verbindungen, im weiteren Verlauf, mit Unterstützung spezieller Enzyme, die die obere Uterusschleimhaut auflösen, verwächst sie dann regelrecht mit ihr. Im weiteren Verlauf der Trächtigkeit bildet sich an der Übergangsstelle die Plazenta aus.
Während der Einnistung kann es zu einer leichten Blutung bei der Hündin kommen, durch die Blutgefäße in der Uterusschleimhaut. Die Hormonumstellungen bewirken bei vielen Hündinnen ein morgendliches Unwohlsein, manche übergeben sich auch mal kurz am frühen Morgen. Aber auch sonst verspüren sie die sich beginnenden Veränderungen der letzten Tage in ihrem Bauch, was wohl leichtes Ziehen und Spannungen verursacht. Es lässt sie noch anhänglicher werden. Ihr Bedürfnis nach Nähe und Ruhe steigert sich noch weiter und man sieht sie immer öfters verträumt daliegen, während sie versonnen in sich hineinzuhorchen scheinen.
Die Zeit der Einnistung ist eine besonders sensible Phase für den Fortbestand der Trächtigkeit. Sollte irgendetwas nicht "stimmen", dann kommt es leicht zur Abstoßung der Eizellen, statt zur Anheftung an die Uteruswand. Darum sollte man speziell in dieser Zeit unnötigen Stress vermeiden.
Ich bin noch anhänglicher geworden und während ich anfangs noch gerne zusammengerollt oder auf dem Bauch lag, so bevorzuge ich es inzwischen lang ausgestreckt auf der Seite zu liegen oder auf dem Rücken, immer mit der Einladung an meine Zweibeiner mir das Bäuchlein zu streicheln, denn irgendwas scheint sich darin zu tun. Perfekt ist es auch, wenn ich dazu noch meinen Kopf auf Bein oder Fuß oftmals auch dem Bauch meiner Zweibeiner betten kann. Was wäre ein Collie ohne sein Kopfkissen haha. Von Übelkeit gibt es noch keine Spur, aber davon war meine Verwandtschaft weitestgehend auch immer verschont geblieben, aber die Zeit geht ja jetzt auch erst los mit den vielen Hormonumstellungen im Rahmen der beginnenden Einnistungsphase. Stattdessen ist mein Appetit ungebrochen. Zwischendurch liege ich immer wieder mit einem erwartungsvollen und zugleich hochzufriedenen Strahlen da, so als ob ich genau weiß, was sich derzeit in meinen Bäuchlein tut. Die Augen leuchten dann regelrecht und die ganze Gesichtsmimik ist ein freudiges Strahlen. Die Vagina ist auch nicht auf die ursprüngliche Größe geschrumpft, was ein gutes Zeichen ist. Die anderen Mitbewohner schnuppern immer wieder mal interessiert an mir, auch ein gutes Zeichen. Sie wissen genauso wie ich schon sicher was los ist, nur unsere Zweibeiner spannen wir noch eine Runde auf die Folter haha. Das Fell auf Höhe der hinteren Rippen und Hinterleib beginnt eher seitlich abzustehen, so dass ich breiter wirke, als ich bin, denn noch sind die Früchte winzig, aber in meinem Inneren weitet es sich bereits in Vorbereitung auf die weiteren Geschehnisse. So scheint alles seinen Gang zu gehen, wie es sein soll. Wir sind gespannt!

(Bildquelle: 4-D Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_________________________________________________________________________________________
29.01.2026 - 2. Woche der Trächtigkeit (Tag 8)
Inzwischen haben sich die Zellen mehrfach geteilt und bilden in der zweiten Trächtigkeitswoche das sogenannte Maulbeerstadium (Morula) aus. Die Zellen ordnen sich dabei kugelförmig an und nehmen aber noch nicht mehr Volumen ein, wie die ursprüngliche Eizelle. Während sie in den kommenden Tagen, vom Eileiter weiter in die Gebärmutter wandern, verändern sich die Zellen erstmalig. Dabei entwickelt sich eine Außenschicht (Trophoblast), wie eine Art Schutzschicht und ein zunehmend großer flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Inneren der Kugel aus (Blastozystenhöhle), der an einer Seite einen kleinen Zellhaufen enthält, den Embryoblast. Dieser besteht aus omnipotenten Stammzellen, die sich erst später spezialisierenden "Alleskönnerzellen", aus denen sich der Embryo entwickelt. Man spricht jetzt von einer Keimblase (Blastula). Die Frucht ist derzeit noch völlig autark und enthält noch genügend Nährstoffe, um die Entwicklungen voranzubringen. Erst wenn die Nährstoffe zu Ende gehen kommt es zur Einnistphase in der Gebärmutter, um dann weiter von außen versorgt zu werden, aber das dauert noch, bis es soweit ist.
Ich nehme jetzt alles noch ruhiger wie sonst und genieße es einfach nur entspannt dazuliegen und versonnen vor mich hinzuschauen. Dagegen ist der gesamte Rest des Rudels freudig aufgeregt und wachsamer. Sie alle scheinen guter Hoffnung zu sein.

(Bildquelle: 4-D Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_________________________________________________________________________________________
27.01.2026 - 1. Woche der Trächtigkeit (Tag 6)
Die befruchteten Eizellen teilen sich in diesen nächsten Tagen und verbleiben aber noch weiter im Eileiter. Durch die Hormonumstellungen, ausgelöst durch die Befruchtung der Eizellen, endet die Standhitze meist rasch nach der Bedeckung, so auch dieses Mal. Dazu habe ich jetzt noch mehr Appetit. Dass die Umstellungen in gewisser Weise erschöpfend sind, merkt man daran, dass ich jetzt öfters, länger und tiefer schlafe. Ich suche derzeit noch mehr die Nähe meiner Zweibeiner (obwohl ich vorher schon sehr anhänglich war) und genieße es jetzt öfters, länger und tiefer zu schlafen. Hundebetten mit höherem Rand, quasi mit Höhlencharakter sind derzeit auch noch beliebter. Natürlich nur solange, bis einer meiner Zweibeiner auf der Couch sitzt, dann bin ich gleich dabei und kuschele mich auch gerne zwischen den ausgestreckten Beinen meiner Zweibeiner ein. Generell nehme ich es alles noch ruhiger, habe öfters einen Minisabbeltropfen vorne an meiner Schnauze, so wie viele meiner trächtigen Verwandten auch von Beginn an. Meine Zweibeiner meinen ich sehe jetzt schon so aus, als ob ich genau wüsste, was sich in meinem Inneren tut. Klar, ich bin ja nicht dumm und kann mich selbstverständlich noch gut an meine Trächtigkeit damals mit dem O-Wurf erinnern. Darum achte ich jetzt schon besonders gut auf mich und meine wertvolle Fracht, dass ihr auch nichts passieren kann und halte mich aus Gedränge und wilden Laufspielen heraus und verhalte mich ganz wie eine werdende Mama.

(Bildquelle: 4-D Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
_________________________________________________________________________________________
25.01.2026 - Tag 4 (nach Bedeckung)
Wieder zu Hause genieße ich die Ruhe und lasse mich auch nicht mehr so sehr von meinen läufigen Mitbewohnerinnen animieren. So als ob ich schon weiß, dass ich gut befüllt bin und so wie meine vierbeinigen Mitbewohnerinnen an mir riechen, scheine ich alles richtig gemacht zu haben.

(Bildquelle: 4-Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
Zwischenzeitlich hat die Befruchtung der Eizellen stattgefunden. Das Spermium, welches es als erstes schafft an der Eizelle anzudocken, gibt auch seine Gene an sie ab. Die Spermien haben ebenso, wie die Eizellen, im Rahmen der Reifeteilungen nur noch einen halben Chromosomensatz. Sobald Ei- und Samenzelle miteinander verschmelzen (man spricht jetzt von einer Zygote), fügen sich die beiden Chromosomensätze aneinander, so dass wieder ein vollständiger Satz besteht und beide Stränge wieder doppelt vorliegen, genauso wie später in allen Zellen des Körpers (außer in den Geschlechtszellen). Die Basis für die Entwicklung eines neuen einzigartigen Lebewesens. Dieser doppelte Chromosomenstrang in der befruchteten Eizelle, enthält alle Daten, die für die Entwicklung des Welpen wichtig sind. Da diese Daten immer unterschiedlich sind (außer bei eineiigen Zwillingen), sehen die Welpen auch alle später unterschiedlich aus und zeigen verschiedene Verhaltensgrundmuster. Dazu gibt es noch weitere wichtige Daten. Sie ist in der sogenannten mitochondrialen DNA (mtDNA) enthalten. Sie heißt so, da sie in den Mitochondrien enthalten sind. Das sind winzige Zellbestandteile, die vor allem der Energieversorgung dienen, darum werden sie auch als die Kraftwerke der Zellen genannt. Diese kann von den Samenzellen nicht in die Eizelle mitübertragen werden. Darum liegt in den befruchteten Eizellen immer nur die mtDNA der Mutter vor. So kann man unterm Strich sagen, dass die mütterliche DNA immer ein wenig überwiegt, da ihre eigene mtDNA in der Eizelle verbleibt und an die Nachkommen weitergegeben wird.
____________________________________________________________________________________
21.01.2026 - Bedeckung (Tag 0)
Heute ging es Richtung Schwäbische Alb, um meinen zukünftigen Gemahl zu treffen, den schicken US-Import Rüden "Goodwin´s Tru-Vu Enchanting Womanizer Live". Ganz der Gentleman hat er mich gleich freudig begrüßt und mit mir geflirtet. Die Chemie zwischen uns passte sofort. Anschließend haben wir Hochzeit gefeiert.

Nach dem Eisprung (Ovulation) gelangen die Eizellen von den Eierstöcken in die Eileiter. Dort reifen sie innerhalb von 24 - 48 Stunden heran. Erst dann sind sie befruchtungsfähig. Dazu machen sie die sogenannte Reifeteilung (Meiose) durch, wobei ihr Chromosomensatz halbiert wird, um dann später mit dem der Spermien, die ebenfalls nur einen halben Chromosomensatz haben, wieder einen ganzen bilden zu können. So ist gewährleistet, dass beide Elterntiere jeweils eine Hälfte ihres Erbmaterials für den Welpen beisteuern. Die Eizellen sind nun für 24 - 72 Stunden befruchtungsfähig, während die Spermien eine Aktivitätsdauer von manchmal bis zu 6 Tagen haben können. Nach dem Deckakt machen sich die Spermien gleich auf den langen Weg durch den Vaginalkanal, der tatsächlich im Vergleich zu anderen Tieren sehr lang ist, dann durch die Gebärmutter bis hin zu den Eierstöcken. Nur die wenigsten schaffen diesen mühseligen Weg. Motorisch nicht perfekt ausgestattete Spermien unterliegen der natürlichen Auslese und bleiben frühzeitig auf der Strecke. Als Eindringlinge ins fremde Milieu werden einigen von den mütterlichen Immunzellen abgefangen. Anderen geht einfach unterwegs die Puste aus, da sie gegen den Strom anschwimmen müssen, da die Läufigkeitssekrete aus der Gebärmutter weiter abfließen, auch wenn die Blutung zwischenzeitlich fast zu Ende ist und nur noch ein wässrig leicht rötliches (fleischwasserfarbenes) Sekret ausgeschieden wird. Der zu diesem Zeitpunkt zum Schutz vor Verletzungen beim Deckakt aus mehreren inzwischen verhornten Zellschichten ausgestattete Gebärmutterkanal hat viele Furchen, wohin sich die Spermien verirren können. Ähnlich sieht es aus beim Eingang zum Muttermund. Unter zahlreichen Falten könnte der tatsächliche Eingang zum Muttermund liegen, aber unter welcher? Diejenigen die es bis in die Gebärmutter schaffen, sind immer noch nicht am Ziel angekommen, denn sie müssen weiter in die Eileiter, wo die Eizellen auf sie warten. Und auch dort gibt es eine häärchenartige Auskleidung, wo man drin stecken bleiben kann. So kommen von den einst vielleicht 500 Millionen nur ein Bruchteil bei den Eizellen an und nur die schnellsten werden es schaffen dort anzudocken.

(Bildquelle: 4-Ultraschallfotos: National Geographic / Pioneer Production)
Trächtigkeitstagebuch © Beate Rosenbach
Welpen
Home