"GCH Rose River's Alasca White" hat das  Nationale Championat sowie das  Internationalen Championat  verliehen verliehen bekommen, sowie sogar den Titel  Grand Champion, als erste Hündin in unserem Verein!

 

25.08.2019  Amerikanische Collies Europa e.V. (AC):

Siegerin Veteranenklasse 2019   V1  CACIB

(Amerikanische AKC-Richterin:   Mary E. Benedict)

 

 

26.08.2018  Amerikanische Collies Europa e.V. (AC):

Ehrenklasse 2018

(Amerikanische AKC-Richterin:   Krista Hansen)

Siegerin Nachzuchtgruppe 

 

 

27.08.2017  Amerikanische Collies Europa e.V. (AC):

Siegerin Ehrenklasse 2017   V1  CACIB

(Amerikanische AKC-Richterin:   Robette Johns)

Siegerin Nachzuchtgruppe 

 

 

 20.08.2016  Amerikanische Collies Europa e.V. (AC):

2. Platz Ehrenklasse 2016   SG2   R-CACIB

(Amerikanische AKC-Richterin:   Lori M Montero)

Siegerin Nachzuchtgruppe

 

 

05.09.2015  Amerikanische Collies Europa e.V. (AC):

Siegerin Championklasse 2015   V1  CACIB

(Amerikanische AKC-Richterin:   Grace Kosub)

 


 

26.10.2014   Hunde Freund International e.V.  (HFI):

Weltsiegerin 2014    V1   CACIB

(Richter: Johny Lochs)

 

 

26.10.2014   Hunde Freund International e.V.  (HFI):

Rheinlandsiegerin 2014   V1   CACIB

(Richterin: E.-K. Ridders)

 

 

30.03.2014   Internationaler Hunde Verband e.V.  (IHV):

Deutschland Champion Chip Siegerin 2014   V1   CACIB

(Richterin: Elke Busche)

 

 

30.03.2014   Internationaler Hundeverband e.V.  (IHV):

Rheinlandsiegerin 2014   V1   CACIB

(Richterin: Iris Barthe)

 

 

23.03.2014   Verband Deutscher Rassehundefreunde e.V.  (VDR):

Europasiegerin 2014   V1   CACIB

(Richter: Franz Josef Drux)

 

 

13.10.2013   Union der Rassehunde Clubs 1972 International e.V.  (URCI):

Wordcupsiegerin 2013   V1   CACIB

(Richter: Mait Wagner)

Schönster Collie

 

 

03.08.2013  Club für Amerikanische Collies  e.V. (CfAC):

2. Platz Offene Klasse American Collie 2013    SG 2

(Richterin: Angela Kleinhans)

 

 

04.08.2012  Club für Amerikanische Collies  e.V. (CfAC):

2. Platz Offene Klasse American Collie 2012    SG2

(Richterin: Angela Kleinhans)

 

 

06.08.2011  Club für Amerikanische Collies  e.V. (CfAC):

2. Platz Junghundeklasse American Collie 2011

(Amerikanische AKC-Richterin: Laura La Bounty)

 

 

 

Zuchthündin: "GCH Rose River's Alasca White"

 

 

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Der Amerikanische Collie ist ein eleganter, stolzer, aufmerksamer, ausdrucksvoller Hund. Er hat einen ausgewogenen kräftigen Körperbau mit guter Knochenstärke, einen wohlgeformten, nicht zu schwer wirkenden keilförmigen Kopf mit paralleler Linienführung von Stirn und Nasenlinie, mit leichtem Stopp und leicht gekippten Ohren und ausdrucksvollen, mandelförmigen Augen.  Der Körperproportionen sind harmonisch aufeinander abgestimmt, die Läufe sind muskulös, vorne gerade, hinten mit guter Winkelung und schwungvollem Schub. Das recht üppige Fell lässt den Körperbau noch gut erkennen. Am Kragen ist es besonders üppig ausgeprägt, was dem Collie sein einzigartiges Aussehen verleiht. Das Fell ist vergleichsweise pflegeleicht und schmutzabweisend. Neben dem Langhaarcollie gibt es auch noch den Kurzhaarcollie. Hündinnen werden nach dem Amerikanischen Rassestandard 23 - 29 kg schwer, bei einer Größe von 56 - 61 cm. Rüden bringen mit ihren 61 - 66 cm Höhe, 27 - 34 kg auf die Waage. Eine detaillierte Rassebeschreibung mit deutscher Übersetzung finden Sie unter dem "Original AKC Rassestand (American Kennel Club)".

 

Man unterscheidet beim Amerikanischen Collie zwischen acht verschiedene Farbschlägen, meist mit weißen Abzeichen an Brust, Nacken, Hals, Bauch, Läufen und Rutenspitze:

 

Sable:   hell goldenes bis dunkelbraunes, mahagonifarbenes Fell

Tricolor:   schwarzes Fell mit rotbraunen Abzeichen an den Läufen und im Gesicht

Blue Merle:   bläulichsilbriges Fell mit schwarzer Sprenkeln, meist mit rotbraunen Abzeichen im Gesicht und an den Läufen

Sable Merle:    helles goldenes bis mittelbraunes Fell mit braunen Sprenkeln, die im Erwachsenenalter oft nicht mehr zu erkennen sind

 

White / Sable:   Weißes Fell mit sablefarbenem Kopf und sablefarbenen Flecken am Körper

White / Tricolor:   Weißes Fell mit schwarzem Kopf mit rotbraunen Abzeichen im Gesicht und manchmal an den Läufen sowie schwarzen Flecken am Körper

White / Blue Merle:   Weißes Fell mit bluemerlefarbenem Kopf, meist mit rotbraunen Abzeichen im Gesicht und manchmal an den Läufen sowie bluemerlefarbenen Flecken am Körper

White / Sable Merle:   Weißes Fell mit sablemerlefarbenem Kopf und sablemerlefarbenen Flecken am Körper

  

Die Weißen Collies (American White Collies) sind auf gar keinen Fall zu verwechseln mit den sogenannten Weißtigern, die aus einer tierschutzrechtlich verbotenen Verpaarung von 2 Merles hervorgehen und i.d.R. schwere gesundheitliche Schäden haben (darum tierschutzrechtlich verboten). Beim Weißen Collie dagegen fallen die normalen weißen Abzeichen (Weißscheckung) großflächiger aus, wodurch der ganze Körper überwiegend weiß erstrahlt. Die farbigen Stellen am Körper findet man am Rutenansatz und häufig an den Seiten z.T. bis hinauf auf den Rücken. 

Ein Collie benötigt etwa drei Jahre, bis sein Fell die Haarlänge und Farbe eines erwachsenen Collies erreicht hat. Oft kann man in den darauffolgenden Jahren aber noch weitere Entwicklungen erkennen. Ein intensiver Dark Sable ist meist erst mit fünf Jahren so richtig dunkel. Rüden entwickeln im Vergleich mit den Hündinnen i.d.R. ein üppigeres Fell. Nicht zuletzt dadurch wirken sie oft auch viel größer, obwohl es maximal nur 5 - 10 cm Unterschied sind. Hormonbedingt haaren die Hündinnen, angepasst an ihren Zyklus, im Fellwechsel weiter ab; besonders extrem ist es, wenn sie gerade Welpen geführt haben. Aber genauso schnell, wie sie abgehaart haben, haaren sie auch wieder auf. Und gerade in den ersten Lebensjahren kann man immer wieder gespannt sein, wie das Fell sich dabei weiterentwickelt. 

Eine detaillierte Beschreibung zu den einzelnen Farben gibt es in einem separaten Artikel von mir auf unserer Vereinshomepage: https://www.amerikanische-collies-europa.de/index.php/de/amerikanischer-collie/colliefarben

 

 

 

 Amerikanischer Collie

 

 

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Der Amerikanische Collie hat einen einzigartigen Charakter. Er ist als herangewachsener Hund meist angenehm ruhig im Haus (bei genügend Auslastung) und draußen ein aktiver Hund, der viel Freude an Bewegung hat. Er ist sehr anhänglich und liebt nichts mehr als mit seinen Menschen zusammen zu sein und sie durch den Alltag zu begleiten. Ein wohlerzogener, gut sozialisierter Collie ist ein sehr angenehmer Begleiter, den man auf Grund seiner ruhigen ausgeglichenen Art, so gut wie überall hin mitnehmen kann. Dabei drängt er sich nicht zu sehr in den Vordergrund und lässt sich auch gut mal ablegen. Fordert man ihn zum Spiel und Spaziergang auf, so ist er sofort mit Begeisterung aktiv dabei. Er lässt sich gerne motivieren zu Dingen, die ihm gemeinsamen Spaß mit seinen Menschen einbringen. Er ist sehr intelligent und lernt oft unglaublich schnell. Viele von ihnen sind regelrechte Clowns, die einen immer wieder zum Lachen bringen. 

Der Amerikanische Collie ist ein sehr sensibler, verschmuster Hund, der i.d.R. sehr feinfühlig auf seinen Mitbewohner zugeht. Mit seiner Art schafft er es schnell seine Mitmenschen "um den Finger zu wickeln" und freundet sich meist auch sehr schnell mit anderen schon im Haus lebenden Tieren an. Oft schlafen Katze und Hund später eng aneinander geschmiegt zusammen auf dem Hundekissen. Kaninchen, Hühner und anderes Getier werden im eigenen Haus und Hof gerne von so manchem Collie regelrecht behütet.

Das sogenannte "Will to please", der "Wille zu Gefallen" ist bei den Amerikanischen Collies i.d.R. sehr ausgeprägt. Nichts kann ihn mehr erfreuen, als wenn der Besitzer stolz auf ihn und sein Verhalten ist und er ihn dies auch wissen lässt. Dabei sind keine Leckerchen nötig, sondern viel mehr schätzt er honorierende Blicke und vor allem Worte sowie Streicheleinheiten. Mit wahrlich stolz geschwellter Brust saugt er diese regelrecht in sich auf. So lässt er sich vergleichsweise leicht erziehen, vorausgesetzt man geht gefühlvoll vor und keinesfalls mit harten Worten oder gar "mit der Brechstange". Das heißt nicht, dass man ihm keine Grenzen setzen und nicht mal schimpfen darf. Dabei kommt man mit einem ruhigen, aber bestimmten und konsequenten "Nein" in tiefer Stimmlage weiter, wie mit einem aufgeregten, verärgerten Wortschwall in hoher Stimmlage.

In der Hundeschule mutiert er eher zu "Streber". So begreift er das Prinzip der Leinenführung (kaum ein Collies zieht an der Leine) und die Grundkommandos in kürzester Zeit. Auf der anderen Seite langweilen sie sich aber auch mal schnell, sobald ein und dieselbe Übung mehrmals hintereinander durchgeführt wird. Vor allem dann, wenn Frauchen oder Herrchen selber die Lust an einer Übung verlieren. Darum ist die sorgfältige Auswahl einer Hundeschule sowie die eigene Motivation seines Menschen unglaublich wichtig.

Das soll aber nicht heißen, dass wenn man selber zu nichts Lust hat, dass der Hund es dann auch nicht hat. Der Collie braucht, um ausgelastet zu sein unbedingt Abwechslung! Ansonsten kann es passieren, dass er sich, insbesondere in jungen Jahren, allen möglichen Unsinn einfallen lässt, um sich selbst zu beschäftigen. Das kann gehen vom Annagen an Wohnungsgegenständen, Bellen bei Geräuschen, über Anbellen oder Nachstellen von sich schnell oder in ungewohnter Weise bewegenden Lebewesen und Objekten (nicht zu verwechseln mit den Mal mehr, mal wenige ausgeprägten Pubertätsphasen) bis hin, in Ausnahmefällen, zur Aggressivität in einzelnen Situationen oder übertriebenem Schutztrieb. Darum sollte man sich unbedingt vor der Anschaffung eines Collies darüber im Klaren sein, ob man ihm wirklich gerecht wird. Er ist kein Hund der acht Stunden am Tag alleine bleiben sollte und dann wenn man mal zu Hause ist, wohlmöglich kaum beachtet wird und nur zum Spazierengehen, immer ums selbe Feld herum, hervorgeholt wird. Dann sollte man besser auf einen Collie verzichten und sich ernsthaft fragen, ob generell die Hundehaltung wirklich das Richtige für einen ist. Denn der Hund ist einem sein ganzes Leben lang "ausgeliefert". Man kann mit seinem Hund unendlich viel gemeinsamen Spaß haben, aber er darf nie leiden!  

Auf der anderen Seite muss man aber auch keine Agilityturniere mit ihm anstreben oder ihn 24 Stunden am Tag bespassen. Man sollte aber ein Mensch sein, der bereit ist einen Großteil des Tages mit ihm gemeinsam zu verbringen. Der Collie freut sich schon, wenn jemand da ist. Meist ruht er einen Großteil der Zeit entspannt, während man seine Haus- oder Büroarbeiten verrichtet. Er ist aber auch mit viel Freude sofort zur Stelle, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Regelmäßige Spaziergänge, in ausreichender Länge, über den Tag verteilt, sind unumgänglich. Dabei sollte man wenigstens einmal am Tag das "Gebiet" wechseln und je nach Alter und Mobilität des Hundes kann man auch schon mal etwas Abwechslung einbauen, wie unter etwas durchkriechen, irgendwo drüber balancieren (Verletzungsgefahren natürlich beachten und den Hund keinesfalls überfordern) oder ihn mal ablegen (wenn die Umgebung das gefahrlos hergibt) und ein Stück weiter wieder heranrufen. Collies lieben auch Versteckspiele. Man kann sie auch sehr gut kopfmäßig auslasten, indem man sie überall hin mitnimmt. In die meisten Geschäfte kann man sie, wenn es nicht gerade Lebensmittelläden sind, gut mit hineinnehmen, sogar in die Umkleidekabine. Wenn man Freunde und Verwandte besucht oder mal ins Eiscafé oder Restaurant geht, freuen sie sich wenn sie dabei sein dürfen. Wenn man sie von klein auf immer mitnimmt, sind sie auf Grund ihrer guten Anpassungsfähig i.d.R überall gerne gesehen.  Zwischendurch darf man aber nicht vergessen, dass sie sich auch mal austoben und lösen müssen.  

Auf der anderen Seite muss er genauso auch die Ruhe lernen. Der Hund darf nicht ständig irgendetwas einfordern. Nicht nur dass er damit die "Führung" übernimmt, sondern er muss etwas ganz wichtiges lernen, nämlich "Frustrationstoleranz". Tut er das nicht, dann hat man zeitlebens einen Hitzkopf, der mit dem Kopf durch die Wand will. Schon die Schäfer wussten damals (und auch heute noch), sich gut zu helfen. Sie haben die jungen Hunde schon früh täglich mit zu den Schafen genommen. Aber zu ihrer großen Enttäuschung durften sie die Schafe nicht einfach aufmischen (was ihnen sicherlich gefallen würde), sondern erst mal die Schulbank drücken. Das heißt sie wurden angebunden (z.B. am Schäferwagen) und konnten von dort aus verfolgen, wie die erwachsenen Hunde an den Schafen arbeiten. Anfangs führte das ab und an zu Protestkundgebungen und ziehen an der Leine, aber da Collies nicht dumm sind, begriffen sie recht schnell, dass dies überhaupt nichts bringt und legten sich hin und verfolgten gespannt das Geschehen. Viele Collies sind Meister im Immitieren (im Guten wie im Schlechten), schon einfach mal, um ein bestimmtes Verhalten auszuprobieren. So lernen sie meist recht schnell, worauf es ankommt. Wenn sie mit der Zeit die nötige Ruhe haben, dann durften sie selber das erste Mal an die Schafe ran. Erst nur spielerisch (z.B. an der langen Leine) und später so dass sie nach und nach einzelne Aufgaben übernommen haben. Aber auch im Alltag lässt sich viele Umsetzten und immer wieder alles was der Hund fordert erst dann geben/ausführen, wenn einem selber danach ist, im tiergerechten Rahmen natürlich (Öffnen der Terrassentüre, Füttern nicht immer um die exakt gleiche Zeit, Auswahl der Spazierwege etc.). Man wird sich immer wieder dabei erwischen, dass man versucht ist seinem Hund jeden Wunsch an den Augen abzulesen, das ist grundverkehrt, auch wenn sie dabei noch so einen Charme versprüchen, das ist nichts anderes als frühe Manipulation. Wenn man Essen geht, den Welpen von Anfang an sich hinlegen lassen. Wenn einer ins Geschäft geht und der andere draußen bleibt, dann soll er ruhig warten lernen, am besten per Ablegen.

Muss der mal im Auto bleiben, darf man nie vergessen, dass schon bei ca. 20°C und wohlmöglich noch direkte Sonne für alle Hunde schnell lebensbedrohliche Situationen entstehen können. Sie können, außer ein wenig über die Fußsohlen, nicht schwitzen, was dazu führt, dass sie ihre Körpertemperatur lediglich über hecheln herunterdrosseln können und dass auch nur sehr begrenzt und extrem langsam und nur bei ausreichend zur Verfügung stehendem Trinkwasser! Sonnenparkplätze mit Hund im Auto sind, außer vielleicht im Winter (sie sollen natürlich auch nicht erfrieren), sind grundsätzlich ein Tabu und Schattenparkplätze bei wärmerer Witterung ein Muss (auch hier darf die Temperatur 20°C nicht überschreiten!), bei ausreichender Durchlüftung, ansonsten den Hund lieber zu Hause lassen! Der Collie freut sich bei wärmeren Temperaturen aber auch, wenn einer seiner Menschen während des Einkaufs bei ihm bleibt, sofern man mit geöffneten Türen und Kofferraum die Temperaturen ausreichend gesenkt bekommt. Andernfalls holt man ihn einfach heraus und dreht eine Runde mit ihm. Er hat dann Zeit die Umgebung zu beobachten und erforschen und so mancher Zweibeiner freut sich, wenn er nicht mit dem Rest der Familie durch den Laden hechten muss. Bleibt er im Auto, legt er sich meist entspannt schlafen.

Menschen, die sich einen Collie anschaffen, sollten selber eher ausgeglichener Natur sein. Denn sehr nervöse, ängstliche oder gar sehr hektische Menschen bringen ihren Collie ständig in eine Art "Alarmstimmung", was ein angespanntes Verhalten zur Folge hat. Denn Collies kopieren gerne die Grundstimmung ihrer Menschen. Und wenn sie deshalb ihren Menschen nicht ganz ernst nehmen, dann kann es sein, dass sie sich genötigt sehen eigene Entscheidungen zu fällen, die nicht immer im Sinne von uns Menschen sind. Als ehemalige Hütehunde haben sie es früh gelernt, Mensch (und Tiere) fein zu lesen. So brauchte ein Schäfer ihnen früher nicht erst umständlich zu erklären, wenn ihn eine Sache beunruhigte oder was er als nächstes zu tun gedachte. An der Art wie man sich verhält (Körpersprache incl. Mimik) kann ein Collie leicht Rückschlüsse ziehen, um zu wissen "was anliegt" und handelt dementsprechend. Darum staunen Colliebesitzer auch immer wieder, dass ihre Hunde eine Handlung ausführen, von der sie meinten, sie bislang noch nicht einmal zu Ende "gedacht", geschweige denn ausgesprochen zu haben. Das gilt im Guten, wie im Schlechten.

So kann man anders herum seinem Collie auch nur schwerlich etwas vorspielen, denn sie durchschauen einen sehr schnell. Darum ist es besonders in der Präge- und Pubertätsphase wichtig, wirklich ruhig auf Situationen zuzugehen, in denen der Hund in dieser Zeit aufgeregt oder ängstlich reagieren kann. Sonst trainiert man unbewusst dem Hund etwas an, was man ursprünglich gar nicht wollte. Man kann es mit der erlernten Spinnenphobie beim Menschen vergleichen. Kinder haben von Natur aus normalerweise keinerlei Angst vor Spinnen. Bei Entdeckung eines solchen Exemplars zeigen sie meist ein leicht positiv aufgeregtes, neugieriges Verhalten. Wenn die Mutter nun auch aufgeregt bei jeder Spinne reagiert, aber eher negativ aufgeregt, eher ängstlich, dann dauert es nicht lange und das Kind reagiert seinerseits genauso negativ aufgeregt ängstlich darauf. Hätte die Mutter die Spinnen eher ruhig ignoriert, vielleicht nochmal kurz unterstützt mit ruhiger tiefer Stimme erklärt "Och, die tut nichts", dann hätte es das Kind auch irgendwann getan. 

Als Mensch kann man genauso vorgehen und vielleicht noch einmal kurz, mit tiefer ruhiger entspannter Stimme erwähnen "Es ist alles OK" oder locker ermutigend und ermunternd in dem Stile "Wir beide packen das schon" und dann beispielhaft entschlossen weitergehen. Dabei empfiehlt es sich der Sache auch nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, sondern eher zu ignorieren, da man ansonsten die Sache "wichtig" macht und der Hund nur lernt, dieser Situation auch künftig immer viel Aufmerksamkeit zu schenken, was man ja eigentlich vermeiden will. Beim Passieren solcher Stellen, den Hund am besten außen führen (so dass man selber näher dran ist), damit er nicht meint er müsse es "regeln", sondern sich stattdessen auf seinen Menschen verlässt, der das dann im Zweifelsfalle für ihn regeln wird, wenn es nötig wäre. Man sieht Collies denken sehr viel, manchmal fast ein wenig zu viel. Hundetrainer predigen oft, man solle gar nichts sagen. Aber das gilt nicht unbedingt für die mitteilsamen Collies. Denn auch so manche Mutterhündin gibt kurze, tiefe, beruhigende Töne in recht schneller Folge ab, wenn sie merkt, dass ihre Welpen aufgeregt sind oder sich vor etwas fürchten.   

Collies neigen generell dazu vieles mit ihrer Stimme zu kommentieren. Damit meine ich weniger das Bellen, sondern alle möglichen anderen Laute vom tief brummigen "Erzählen" (manchmal mit einem fast vorwurfsvollen Unterton, wenn man es beispielsweise gewagt hat etwas ohne sie zu unternehmen), über ein einschmeichelndes, sanftes, zartes "wau" (wobei jede Silbe einzeln betont wird, meist in Kombination mit einer angedeuteten Gähnmimik), bis hin zu aufgeregten lauteren Tönen, mittlerer bis hoher Stimmlage. Man könnte meinen, sie versuchen die menschliche Stimme zu imitieren, denn die Tonlage entspricht oft der menschlichen Stimme, in der jeweiligen Situation. Animiert und bestätigt durch das amüsierte Verhalten der Menschen, intensivieren sie diese Form der Lautäußerungen mit zunehmendem Alter. Wenn man das nicht möchte, dies bitte frühzeitig ignorieren. So mancher Collie gibt auch leise Wohlfühlgeräusche von sich, wenn er gestreichelt wird. Viele Collies können auch "lächeln". Diese besondere Form des Zähnezeigens ist immer freundlich gemeint. Dieses Verhalten gibt es ursprünglich in der Hundesprache nicht. Es ist ein erlerntes Verhalten vom Menschen, gestützt vom bereits bestehenden Verhalten anderer Hunde. Wenn sie gestreichelt werden und dabei Einschlafen ist diese Mimik besonders häufig zu beobachten. Manche machen es auch zur Begrüßung.

Der Collie kann schon mal eine leichte Neigung zum Bellen entwickeln. Da man sich damit nicht unbedingt Freunde in der Nachbarschaft macht, sollte man anfangs immer gemeinsam mit ihm in den Garten gehen (was sich für einen Welpen schon alleine aufgrund der häufig in Gärten (und auch drinnen) vorzufindenden Giftpflanzen empfiehlt (siehe auch unter: www.botanikus.de/Botank3/Tiere/tiere.html )), um ein solches Verhalten direkt im Keim zu ersticken. Dabei muss man wissen, dass die meisten Hunde sich nicht von Natur aus zu Kläffern entwickeln. Es beginnt meist mit einem tiefen Wuffer, wenn ihnen etwas nicht geheuer ist. Wenn ihm niemand zur Seite ist, probiert er es früher oder später mit einem Bellen aus. Und wenn er dann noch ein Erfolgserlebnis hat, weil er meint, er hätte beispielsweise die gerade den Zaun passierende Person verjagt (obwohl sie eigentlich nur weiter geht), dann wird es irgendwann ein selbstbelohnendes Verhalten das er mit Freuden fortführt. Also bitte frühzeitig einwirken, wenn man ein solches Verhalten gar nicht erst aufkommen zu lassen. 

Dem besonderen Colliecharme kann sich kaum jemand entziehen. Ihre ganz besondere Ausstrahlung verzaubert Menschen, wie Tiere.  Dabei kann man ihren Stolz spüren, wenn sie ihren "Auftritt" haben. Dennoch haben sie i.d.R. kaum mal Probleme mit fremden Hunden. Im Gegenteil, ihre Verträglichkeit ist oft viel gerühmt. Dennoch sollte man als Halter immer ein wachsames Auge haben, wenn einem dominanten Hunde begegnen. In der Regel ziehen sich die Collies eher zurück, wenn es mal ernst werden sollte. Aber es gibt auch Hunderassen, die den Auftritt der Collies "in den falschen Hals" bekommen können, insbesondere wenn sie territorial veranlagt sind. Darum nie leichtsinnig werden, insbesondere in der Pubertät und bei "erwachsen" werdenden Rüden.  

Aber auch wir Zweibeiner sollten uns Ihnen nicht völlig hingeben, sondern uns zwischendurch daran erinnern, dass auch Collies "nur Hunde" sind. Mit ihrer feinfühligen Art schaffen sie es schnell ihr Gegenüber auszuloten. Sie wissen genau, welche "Knöpfe" sie drücken müssen, um ihr Gegenüber mit Leichtigkeit um den Finger zu wickeln. Mit ihrer besonderen Art kann ihnen auch kaum jemand etwas krumm nehmen. Darum muss man hin und wieder darauf achten, dass sie nicht alle Fäden "in den Händen" haben. Wenn man merkt, sie neigen dazu etwas zu bestimmend zu werden, dann kann ein wenig Unterordnung nicht schaden.

Beim Amerikanischen Collie gibt es verschiedene Grundcharaktere. Angefangen beim ruhigen "Couchpotato" bis hin zum "Workaholic", der ständig neue Herausforderungen sucht und z.B. ein guter Kandidat für Turnierhundesport oder vielleicht auch für das Schafe hüten sein kann. Diese beiden Extremformen sind vielfach aber eher in die Minderheit bei einem Wurf, es sein denn man hätte Elterntiere aus "extremen" Linien. Die breite Masse entspricht eher dem mittleren Typ, der sich durchaus gerne ruhig hinlegt, aber auch genauso gerne sofort dabei ist, wenn man etwas unternehmen will. Das ist i.d.R. auch der passende Typ für ausgedehnte Spaziergänge, Wanderungen sowie zum Joggen und Radfahren, wenn die Hunde alt genug sind. Neigt man eher dazu den Couchpotato zu bevorzugen, dann darf man nicht vergessen, dass er nicht als solcher geboren wird, sondern auch eine aktivere Welpen- und Junghundephase durchmacht. Collies brauchen generell ihre Zeit, bis sie herangereift sind. Gerade in den ersten drei Lebensjahren kann man regelrecht zusehen, wie sie geistig heranreifen. Und sie kommen auch nicht "fertig" zur Welt, sondern machen alle, egal welches Temperament, eine Phase der "Kindheit" mit der dazu nötigen Erziehung durch.

Tendiert man zu einem sehr ruhigen Hund muss man zudem bedenken, dass ihm zu viel Aufregung im Umfeld, z.B. spielende Kinder auch eher mal zu viel werden können oder wenn man mit ihm Fahrrad fahren will, dass er dann signalisiert: "Fahr Du; ich warte in der Zwischenzeit gemütlich zu Hause auf Dich" oder man kommt nur im Schleichtempo voran. Das Gleiche gilt fürs Joggen oder lange Spaziergänge. 

Wählt man dagegen die besonders aktive Variante, man spricht auch von sehr triebigen Hunden, die man übrigens häufiger bei den Blue Merles und Tricoloren sowie tricolor-markenen Farbvarianten vorfindet und bei zwei ebenfalls sehr triebigen Elterntieren, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sich wirklich sehr intensiv mit seinem Hund beschäftigen muss. Das heißt aber keinesfalls, dass man ihn ständig "hochfahren" darf, sonst hat man irgendwann eine ständig angespannte "Granate", die sich an irgendetwas entladen muss. Ein typisches Beispiel ist, dass der Besitzer, ähnlich wie es fälschlicherweise oft bei Border Collies oder Australian Shepherds "in" ist, sie schon von Welpe an, immer wieder Bällen hinterher jagen lassen, um sie "auszulasten". Während der Collie meist irgendwann aus Langeweile den Spaß daran verliert (und darum auch selten zum zuverlässigen Apportierhund wird), werden Border und Aussie oft zum "Balljunkie". Bei allen drei Rassen läuft man aber Gefahr sich einen "Bewegungsreizjunkie" heranziehen. Solche fehlgeleiteten Hunde neigen dazu alle möglichen Bewegungen nachzustellen, insbesondere wenn sie nie gelernt haben sie zu differenzieren (sprich, dass es auch Dinge gibt, denen man nicht nachstellen darf). Solche Hunde finden dann ihre Erfüllung darin Bewegungen, wie z.B. vorbeifahrenden Autos, Radfahrern, Joggern, Kaninchen, Vögeln, Reitern, rennenden Kindern, titschenden Bällen, Drachen entweder zu verbellen (vorrangig wenn sie angeleint sind) oder häufiger ihnen nachzulaufen und sie zu "stellen". Beim Collie ist dieses Verhalten in der Regel bei weitem nicht so ausgeprägt, wie bei manchen Bordern und Aussies, da sie schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr auf Hüteverhalten (bzw. Treibverhalten bei den Aussies) gezüchtet werden. Manchmal findet man ein angedeutetes Verhalten in dieser Richtung auch bei Hunden, die eine sehr ausgeprägte Pubertät haben oder Hunde die sich sehr langweilen oder in ein Beschäftigungsloch fallen, wenn sie beispielsweise gerade alle ihre Welpen abgeben mussten, denen sie eine besonders fürsorgliche Mutter waren. Diese Phase muss man dann mit sehr viel Ruhe und Geduld entspannt angehen, dann kommt alles wieder in die richtigen Bahnen. Auch frühzeitiges Drillen auf Agility, gepaart mit hohen Anforderungen kann dazu führen dass man einen ständig angespannten Hund hat, also bitte nicht übertreiben (von den gesundheitlichen Folgen mal ganz abgesehen).

Im Umkehrschluss ist ein sehr aktiver Hund aber auch nicht automatisch der geborene Sportchampion, wie manche vielleicht denken mögen. Denn auch wenn man das körperliche außer Acht lässt, so ist nicht jeder aktive Collie mit der nötigen Geduld, Lust und Ausdauer gesegnet, um erfolgreich zu sein. Wenn man da auf Nummer sicher gehen will, dann schafft man sich besser z.B. einen sportlich ambitionierten Australian Shepherd oder Border Collie an, wenn man die nötige Zeit und Beschäftigung für ihn aufbringen kann. Das gleiche gilt für das Schafe hüten. Es gibt Hunden die "stehen" auf diese Art der Beschäftigung und zwar so sehr, dass sie kaum noch an einer Schafherde vorübergehen können und regelrecht "süchtig" danach werden, was nur Sinn macht, wenn man am besten eine eigene Schafherde zum täglichen hüten hat. Das hat man aber eher beim auf Hüten gezüchteten Border.

Es ist dennoch immer wichtig den Collie möglichst abwechslungsreich zu beschäftigen und ihn nicht nur einseitig in eine Richtung zu fördern. Auch eine übertriebene "Früherziehung" kann unter Umständen mehr Schaden als Nutzen anrichten. Grenzen sollten stets früh gesetzt werden, aber sie müssen nicht schon mit 10 Wochen alle weiteren Kommandos, wie Roboter beherrschen. Man darf nie vergessen, dass sie quasi noch kleine "Kinder" sind.

Insbesondere bei sehr aktiven Hunden muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sie auch zur Ruhe kommen. Insbesondere in der Welpen- und Junghundephase sollte man sie eher mit ruhigen Dingen beschäftigen, bei denen sie zum Denken angeregt werden, z.B. indem man sie möglichst oft überall hin mitnimmt (Einkaufen, Besuche in ruhiger Umgebung etc.). So lernt er auch am besten zu differenzieren, welches Verhalten wo angebracht ist. Vermeiden sollte man Dinge mit zu vielen Bewegungsreizen und man sollte seinen Hund Geduld lehren. So muss er frühzeitig lernen, dass er nicht immer überall mitmachen kann und vor allem nicht selber alles bestimmt (auch nicht im Spiel). Eine frühzeitige Deckelung ist nie verkehrt.

Mit den Amerikanischen Collies mittleren Temperaments hat man häufig einen breiten Spielraum an zusätzlichen Aktivitätsmöglichkeiten. Wenn Sie Vorlieben in die ein oder andere Richtung haben, können Sie uns als Züchter schon frühzeitig ansprechen, denn gewissen Neigungen kann man, aufgrund unserer intensiven Beschäftigung mit den Welpen, häufig schon früh ausmachen. Aufgrund des einfühlsamen, geduldigen Wesens der Amerikanischen Collies, eignen sich viele von Ihnen für eine spätere Ausbildung als Schulbesuchshund, Therapiehund oder für Besuche im Altenheim. Andere haben viel Spaß am Mantrailing, Dog Dance, Obedience, Fun-Agility oder als Reitbegleithund. Es werden heute so viele Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten, dass man, wenn man Interesse an so etwas hat, mit Sicherheit das Richtige findet, was einem selber und seinem Collie Spaß macht.

  Wenn man will, kann man seinem Collie auch Dinge beibringen, wie Wäscheklammern anreichen beim Wäscheaufhängen, heruntergefallenes aufheben oder verlorenes (verstecktes) suchen usw.. Man kann ihnen auch beibringen Schränke und Schubladen sowie Türen zu öffnen. Man muss dann aber auch mit den Konsequenzen leben, was besonders bei letzterem gefährlich enden kann, wenn man sie alleine zu Hause lässt. Aber wie gesagt, solche Aktivitäten sind kein Muss! Das fast ständige Zusammensein mit seinen Menschen, abwechslungsreiche Spaziergänge, bei denen er sich austoben kann und das regelmäßige, oftmalige "mitkommen dürfen" zu allen möglichen Anlässen, lasten ihn i.d.R. völlig aus.

Sehr angenehm beim Amerikanischen Collie ist es, dass sie in der Regel keine Ambitionen haben eine Wildfährte aufzunehmen und unabrufbar auf die Jagd zu gehen. Viele interessieren sich überhaupt nie für Wildtiere. Andere schauen ihnen schon mal, insbesondere in der Pubertät, interessiert hinterher, ganz wenige verfolgen sie vielleicht auch mal ein kurzes Stück, drehen aber für gewöhnlich frühzeitig von sich aus wieder ab, um ihren Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Wenn man sie zudem noch ruft, dann drehen sie i.d.R. sofort ab. Meist verliert sich aber auch dieses Verhalten innerhalb der ersten Lebensjahre wieder ganz und man kann völlig entspannt mit ihnen spazieren gehen.

Collies zählen meist nicht unbedingt zu den begeisterten Schwimmern. Was auch ganz angenehm ist, denn wer möchten schon nach jedem Spaziergang einen völlig durchnässten Collie in seiner Wohnung liegen haben. Viele gehen aber, wenn sie als Welpe schon früh Wasser kennengelernt haben gerne bis zum Bauch hinein. So haben wir für unsere Welpen, bei warmer Witterung stets einen niedrigen Muschelpool mit etwas Wasser und Bällen drin, der immer begeistert angenommen wird. 

Geht man später als Mensch selber ins Wasser, so folgen viele Collies und schwimmen dann nebenher. Manchmal müssen sie dabei lernen etwas Abstand zu halten. Ruhigere Gewässer werden vorgezogen. Den Collie aber bitte nie zum Schwimmen zwingen. Besser ist es vorzugehen (durch Flüsse, an Seenufern oder durch Priele an der See). Sie kommen dann meist unverzüglich hinterher, schon alleine um bei einem zu bleiben. Anschließend strahlen sie regelrecht vor Stolz diese Aufgabe gemeistert zu haben. Wenn man sie dabei nicht überfordert, finden sie meist viel Spaß daran und sind gerade bei warmem Wetter oft noch vor einem im Wasser.

Collies haben ein sehr eigenes Schlafverhalten. Sie lieben es ihren Kopf entweder irgendwo drauf zu platzieren oder einfach herunterhängen zu lassen. Für diejenigen, die es geschafft haben in den Abendstunden die Couch zu erobern, ist es eine Wonne (wenn sie sich nicht gerade eng zwischen Frauchen und Herrchen kuscheln) sich eines der oft vorhandenen kleinen Kissen zu nehmen und darauf sein Haupt zu betten. Schon als kleine Welpen nutzen sie früh die niedrige Holzumrandung ihres Auslaufs als Kopfkissen. Darum bevorzugen sie auch Hundekissen mit einer leicht erhöhten, breiten Umrandung. Kühle Kunstlederkissen von ausreichender Größe werden bevorzugt, da der Collie gerne alle Viere ausstreckt. Lustig sieht es aus, wenn sie auf dem Rücken schlafen und dabei z.B. drei Beine angewinkelt haben und ein Vorderbein gerade ausgestreckt. Hat man noch ganz kleine Kinder im Haus, die schon mal während des Spiels einnicken, dann dauert es meist nicht lange und der Collie kuschelt sich vorsichtig an sie heran oder die Kinder suchen gezielt das Kuschelkissen "Collie" und legen sich hinein und schlafen dann zusammen mit dem großen Vierbeiner wohlig ein.

Mit kleinen Kindern geht der Amerikanische Collie meist äußerst behutsam und geduldig um, insbesondere wenn er mit ihnen gemeinsam aufwächst. Auch wenn die Kinder größer werden, bleibt der Collie ihnen ein treuer Freund, der es liebt mit ihnen zu spielen und zu toben. Man sollte aber immer auch schon bei kleineren Kindern darauf achten, dass sie es nicht zu "doll" mit ihm treiben und schon früh akzeptieren lernen, dass sie den Hund mit Respekt behandelt, ihm nicht wehtun und dass er jederzeit eine Rückzugsmöglichkeit haben muss und dass man einen schlafenden Hund nicht weckt. Kinder, insbesondere kleinere, sollte man generell, auch mit dem liebsten Hund, egal welcher Rasse, nie unbeobachtet spielen lassen; insbesondere auch wenn fremde Kinder zugegen sind. Zudem sollten kleine Kinder Zieh- und Nachlaufspiele mit Hunden meiden. Hat man keine eigenen Kinder, sollte man immer wieder unter Aufsicht den Kontakt mit ihnen suchen, damit der Hund auch auf dem Weg zum Erwachsenwerden immer wieder ihr Verhalten als "normal" verinnerlicht. In der Pubertät haben sie schon Mal Phasen, in denen sie Kinder eher meiden oder versuchen sie "festzuhalten", wenn sie vorbei kommen.

Auch mit Menschen mit Handicap gehen Amerikanische Collies i.d.R. sehr vorsichtig, geduldig und einfühlsam um. Sie haben ein sehr feines Gespür, wenn jemand hilfsbedürftig ist.  Darum eignen sie sich oft gut als Therapiehunde. Wichtig beim Collie ist, dass sie auch nachdem sie unsere Zuchtstätte verlassen, weiterhin mit möglichst vielen verschiedenen Menschentypen und Tieren zusammentreffen, damit sich das im Welpenalter erlernte weiter verfestigen kann. Das Gleiche gilt für die unterschiedlichsten Bodenbeschaffenheiten. Denn die Collies haben schon einmal ein Hang zur Übervorsichtigkeit, was die Begehung von z.B. Hochglanzböden betrifft. Bei uns als Züchter haben sie schon vieles in dieser Hinsicht kennengelernt, aber auch das muss weiter gefestigt werden, damit er Sie auch im Erwachsenenalter ohne Zögern entspannt überall hinbegleiten kann.

Auch alles was Sie später mit ihrem Hund mal machen möchten, sollten Sie in den ersten Wochen im neuen zu Hause nach und nach angehen, wie z.B. Besuche in der Stadt, Autofahren, Straßenbahnfahren (Achtung: beim Zugfahren wird oft für alle Rassen ein Maulkorb gefordert), mit der Fähre übersetzen, Menschenmengen, Baustellenlärm, vielbefahrene Straßen, Einkaufswagen, Aufzüge etc.. Vor allem bis zur zwölften Woche, ein wenig weiter auch noch bis zur 16. Woche ist eine besonders wichtige Entwicklungsphase (das gilt für alle Rassen). In dieser Zeit sollten sie die Möglichkeit haben stress- und angstfrei möglichst viel von dem Kennenzulernen, womit sie auch später konfrontiert werden können. Dabei dürfen sie niemals überfordert werden. In der Junghundphase sollte man die Dinge dann nochmal wiederholen. Während der Pubertätsphasen legt man dabei eher eine Pause ein und lässt es etwas ruhiger angehen.

Auch die Welpenspielstunde in einer guten Hundeschule ist von hohem Wert, denn hier lernt der Collie die Eigenarten verschiedener Rassen weiter spielerisch kennen. Zudem lernt er die Hundesprache weiter zu vertiefen, um spätere Missverständnisse mit anderen Hunden zu vermeiden und bekommt auch weiterhin ausreichend Gelegenheit zum Spielen mit Gleichaltrigen.

Der Amerikanische Collie zählt nicht zu den ängstlichen Hunden, aber auch er muss alles kennenlernen, will man ihn später überall hin mitnehmen können. Bei uns als Züchter haben sie bereits alle Grundlagen kennengelernt, da frühzeitige Sozialisierung, ohne die Kleinen zu überfordern und ihnen noch genügend Gelegenheiten zum "Kind sein" zu lassen, bei uns großgeschrieben wird. Aber diese Dinge müssen weiter gefestigt werden. Man erzieht auch bei Menschen die Kinder nicht nur in den ersten drei Lebensjahren und überlässt sie dann sich selbst oder schließt sie gar weg. Ohne Kennenlernen der Umwelt und den dazugehörigen Verhaltensregeln kann sich kein Lebewesen angepasst entwickeln und sich in unsere Welt einfügen und dabei wohlfühlen, so dass man viel Freude statt Last mit ihm hat. Und was gibt es schöneres als seinen gut sozialisierten anhänglichen Collie überall hin mitnehmen zu können!

Der Amerikanische Collie ist von Natur aus sehr anhänglich und liebt es nicht nur bei seinen Menschen zu sein, sondern auch möglichst oft eng mit ihnen zu kuscheln. Manche scheinen nicht zu wissen, dass sie keine Schoßhunde sind. Ohne ausgiebige Streicheleinheiten kann er wahrlich nicht leben! Sie ist eine Grundvoraussetzung für ein ausgeglichenes Wesen. Wer einmal dem einmaligen Colliecharme erlegen ist und ihn zu nehmen weiß mit all seinen Eigenarten, der findet in ihm einen Freund fürs Leben, den man niemals mehr missen möchte! Es gibt nicht umsonst den Spruch "Einmal Collie - immer Collie!"

 

 

 

 

Amerikanischer Collie

 

 

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Entgegen vieler Meinungen zählt der Amerikanische Collie in der Regel nicht zu den pflegeintensiven Hunden. Auch in der Literatur findet man immer wieder Stellen, wo so ein Unsinn geschrieben steht. Bei den meisten von ihnen ist es völlig ausreichend, wenn sie alle zwei bis vier Wochen gekämmt (z.B. Harkenkamm mit rotierenden Stiften) oder bürstet (z.B. Haarbürste mit Noppen an den Enden). Wie beim Menschen, gibt es auch hier unterschiedliche Haartypen einige mit mehr andere mit weniger. Zu viel kämmen sollte man generell nie, da man sonst die ganze Unterwolle ausbürstet und die Hunde ihr collietypisches Aussehen verlieren und mehr einem Mischling ähneln.

Da man beim Amerikanischen Collie klar zwischen feiner weicher Unterwolle und etwas rauerem schmutzabweisenden Deckhaar unterscheidet, neigt das Fell in der Regel nicht so sehr zum Verfilzen. Beim feinen Haar hinter und unterhalb der Ohren und unter den Achseln, manches Mal im Behang und Hosen, bei fellstarken Hunden auch schon mal am Kragen und an den Hosen, kann es vereinzelt zur Knötchenbildung kommen. Dort sollte man sicherheitshalber alle ein bis zwei Wochen mal nach dem Rechten sehen. Beim Streicheln abends auf der Couch, findet man solche Stellen recht schnell. Generell sollte man die Hunde immer wieder alle paar Tage regelmäßig durchschauen oder besser gesagt durchfühlen, um nichts zu übersehen. Denn sollte es mal zur Verfilzung kommen, können sich sonst an diesen luftabgeschiedenen Stellen Hautreizungen bis hin zu Ekzemen und/oder bösen Entzündungen bilden. Die Gefahr besteht auch wenn es warm wird, dann werfen viele überschüssige Unterwolle in der Bauchregion, aber z.T. auch am ganzen Körper ab. Kämmt man sie nicht aus, dann ist die oben genannte Gefahr gegeben. So robust der Collie im Allgemeinen auch ist, was Haut und Darm betrifft, kann er immer etwas empfindlicher sein. Darum sollte man Collies (wie andere langhaarige Hunderassen auch) nicht unnötig kastrieren, so lange kein wichtiger medizinischer Grund vorliegt. Denn die Unterwolle verändert sich sonst sehr stark von der Struktur her, so dass das Fell nicht nur sehr schwer kämmbar wird und der Hund vielfach das ganze Jahr über haart, sondern vor allem schnell bei Hitze leidet, da das Fell nicht mehr als "Klimaanlage" fungieren kann. Die Strukturveränderungen führen zu einer Art Hitzestau, die Körperwärme kann über die Haut nicht mehr richtig entweichen. So kann es auch leichter zur Bildung von Hot Spots (entzündeten Hautstellen) kommen. Wenn sie mal gut nass werden, neigt das Fell dann an ihnen zu pappen, wie wenn man selber eine nasse Jeans anhat. Scheren ist dann auch nicht die Lösung (vom optischen her ganz abgesehen), weil sich das Problem dann noch weiter verstärkt. Denn danach sprießt die Unterwolle noch mehr (auch bei nicht kastrierten Hunden). 

Beim Durchfühlen findet man so auch möglicherweise im Fell verbliebene Mitbringsel wie Zecken, Pflanzenteil bis hin zu spitzen Grannen, die sich tief in die Haut bohren und von dort durch den Körper wandern können. Kleine Stellen lassen sich leicht auskämmen. Größere Stelle schneidet man am besten zeitig heraus, da diese Stelle sonst leicht wieder verknoten. Rüden sind aufgrund ihres üppigeren Fells etwas pflegeintensiver als Hündinnen. Es gibt Leute, die ihre Collies wöchentlich kämmen oder bürsten. Wenn das nicht unbedingt nötig ist, sollte man unbedingt darauf verzichten, denn so kämmt man die Unterwolle unnötig aus und das ehemals schön wallende Fell liegt nur noch eng an, da die Fülle fehlt.

Während des Fellwechsels kann man ruhig täglich kämmen/bürsten, damit es nicht piekst und juckt oder unter Umständen verfilzt. Alles was man ausbürstet, fliegt anschließend nicht in der Wohnung herum. An der Unterseite (v.a. Brust, Bauch, Hosen) können die Colliehaare in dieser Zeit zudem zum Verfilzen neigen, wenn man sie nicht zeitig auskämmt. Man kann auch gut hingehen und das Fell Lage für Lage umklappen und auskämmen, sobald die Haare anfangen haben sich zu lösen (wenn nicht gerade eine wichtige Ausstellung ansteht). Sie sehen zwar dann früher abgehaart aus, aber es ist für alle Beteiligten angenehmer.

Unsere Welpen werden schon früh an solche Pflegemaßnahmen gewöhnt, auch wenn sie bei ihnen noch nicht nötig sind. Aber auch hier gilt, was sie als Welpe schon kennengelernt haben, akzeptieren sie auch als Erwachsener leichter. Wichtig ist, dass auch der Welpenkäufer damit fortfährt, um das Erlernte zu festigen. Denn in der Pubertät kann es immer Phasen geben, in denen sie empfindlicher reagieren, und das kämmen verweigern möchten. Da hat man es dann sehr viel einfacher es trotzdem konsequent durchzuführen, wenn man vorher eine gute Basis aufgebaut hat.

Übrigens ist der Kurzhaarcollie nicht die ideale Alternative, denn wie bei anderen Kurzhaarhunden und vielen Katzenarten auch, setzen sich die kurzen Haare gerne überall fest und es ist sehr mühselig sie aus Polstern und Teppichen wieder heraus zu bekommen. Das Langhaar hat den Vorteil, dass es eher zusammenknäult ("Fellmäuse") und sich so gut einsammeln lassen. Das Kurzhaar dagegen verteilt sich eher überall hin großflächig.

Durch die harsche Beschaffenheit des Deckhaars haben die Amerikanischen Collies ein sehr schmutzabweisendes Fell. Sollte bei feuchter Witterung dennoch Schmutz anhaften bleiben, so rieselt er ab sobald er trocken ist. Darum sind unsere Weißen Collies auch immer Weiß, ohne unser Zutun.

Alle zwei bis vier Wochen sollte man mal in die Ohren schauen. In seltenen Fällen kann es zur Ohrenschmalzbildung kommen, die man mit einem sauberen weichen, nicht fußelnden Tuch leicht im oberen Bereich entfernen kann. Bei ruhigen herangewachsenen Hunden kann man auch vorsichtig einen Q-Tip verwenden (ggf. von einem Fachmann zeigen lassen), aber nur dort, wo man auch hinschauen kann; alles was darunter liegt kann zu unwiederbringlichen Verletzungen führen. Aus nicht entferntem Ohrenschmalz können sich ansonsten unter Umständen langwierige Entzündungen bilden (Tierarzt hinzuziehen).

Beim Collie muss das Fell nicht geschnitten werden. Vor Ausstellungen kann man das Aussehen noch fördern, indem man es an den Pfoten und Mittelfuß ggf. zurückschneidet (Bilder dazu gibt es ganz am Ende des Textes: https://www.amerikanische-collies-europa.de/index.php/de/ausstellungen/14-ausstellungen/300-tipps-fuer-erstaussteller ). Es kann aber schon mal sinnvoll sein unter und auch auf den Pfoten die Haare etwas zurückzuschneiden, damit bei schlechtem Wetter nicht zu viel Schmutz anhaften bleibt oder sich nicht so schnell Eisklumpen bei Schnee bilden. In diesem Rahmen sei auch darauf hingewiesen, dass man Streusalz unbedingt bei Hunden meiden sollte. Insbesondere Welpen und jungen Hunde reagieren häufig sehr empfindlich. Das gilt auch für Brennnesseln! Lässt sich der Kontakt mit Streusalz nicht umgehen, bitte unbedingt das Salz abwaschen bevor es wieder zurück ins Haus geht, denn bei kleinen Verletzungen an den Fußsohlen kann es fürchterlich brennen und wenn die Hunde es ablecken fördert es ähnlich wie Meerwasser nicht die Verdauung sondern kann zu Durchfall führen.

Collies sind von Natur aus meistens sehr reinliche Hunde, die um matschige Stellen und Pfützen, zumindest im Erwachsenenalter gerne Bögen schlagen. Zu Hause angekommen lecken die meisten von ihnen, auf Katzenart, erst einmal ausgiebig ihre Füße sauber, insbesondere wenn sie verdreckt oder nass geworden sind. Erst danach wird geschlafen.

Die Krallen laufen sich beim Collie mit genügend Auslauf auf unterschiedlichen Untergründen in der Regel von selber ab. In Ausnahmefällen kann es, wenn die Hunde fast nur auf weichen Wegen laufen und ebenso bei alten Hunden passieren, dass man doch mal Hand anlegen muss. Denn wenn die Krallen zu lang werden (man hört es an lautem Klacken, wenn sie laufen), dann müssen sie mit einer scharfen Krallenschere gekürzt werden. Aber bitte immer nur wenig abschneiden, denn es verlaufen auch Blutgefäße dadurch (Mehl kann ggf. eine Blutung stoppen, falls es mal zu einer Verletzung kommt). Nach zwei Wochen kann man dann das nächste Stück abschneiden. Immer im 90°-Winkel abschneiden, im Zweifelsfalle den Tierarzt zu Rate ziehen. Schneidet man nicht, dann stellen sich die Zehen immer mehr auf und die Hunde laufen vermehrt auf den hinteren Pfotenballen und geraten in eine Abwärtsspirale, denn dadurch kommen sie immer mehr in eine Fehlstellung hinein, die recht schmerzhaft ist. Die Folge sind Arthrose und früher oder später ein "Durchtreten", dann sind die Pfoten nicht mehr leicht konkav gewölbt, sondern platt auf dem Boden. Das ist normal nicht mehr umkehrbar. Gute Osteopathen können hier auch hilfreich sein.

Collies brauchen auch nicht regelmäßig gebadet zu werden. Man kann es mal alle ein bis zwei Jahren machen, aber man muss es nicht. Es gibt auch Leute, die ihre Collies baden, wenn sie abgehaart haben. Unsere Collies unterziehen sich dann einem Bad, wenn sie auf eine wichtige Ausstellung gehen. Will man seinen Hund baden, sollte man auch hier schon mit dem Junghund (nicht Welpen) wenigstens einmal geübt haben. Man staunt meist, wie lieb und voller Vertrauen sie das über sich ergehen lassen. Wenn Sie Shampoo verwenden, bitte ein gut verträgliches Hundeshampoo wählen, was die Haut nicht zu sehr austrocknet und unbedingt wieder gut auswaschen! Einfacher ist es das Shampoo vor dem Auftragen ein wenig mit Wasser zu verdünnen, denn sonst kann es ewig dauern, bis alles wieder draußen ist und auch der geduldigste Hund wird irgendwann unruhig.

Collies neigen leider alle zur Zahnsteinbildung. Positiv entgegen wirken kann man über die Ernährung. So haben BARFER meist wenige Probleme. Eher klebrige Futtermittel und Leckerchen fördern dagegen den Belag. Bei einer Hündin, die in der Zucht steht, kann man das Problem kaum vermeiden. Einige Colliebesitzer putzen ihren Hunden die Zähne. Der Erfolg ist umstritten, aber es schadet i.d.R. auch nicht, wenn man eine spezielle Hundezahnpasta verwendet und die Hunde machen es gut mit. Sie muss nicht ausgespült werden und wird einmal täglich aufgetragen. Bitte niemals Menschenzahnpasta verwenden, da sie zu viel Fluor enthält! Meist ist diese Zahnsteinbildung kein Problem für den Hund. Sollte er doch mal Überhand nehmen, kann man ihn mit einem speziellen Schaber ablösen lassen. Viele Tierärzte schauen vor der Impfung auch mal ins Maul und entfernen dabei solche Stellen. Aber bitte niemals den Hund unnötig zur Zahnreinigung in Narkose legen (siehe unten). Denn Collies gelten mitunter auch als eher narkoseempfindliche Hunde. Hinzu kommt, dass der Zahnstein meist innerhalb eines halben bis spätestens ganzen Jahres meist wieder voll da ist. Wenn man Geld investieren möchte, dann sind die Ultraschallzahnbüsten von Emmi-Pet eine sinnvolle Hilfe mit der zugehörigen Zahnpasta. Bei einer Verweildauer von mind. 10 sec. auf einer befallenen Zahnstelle (z.B. gerne die oberen Fangzähne), kommt es zur Wirkung. Der Belag wir mit den Wiederholungen immer spröder, so dass man ihn irgendwann gut mit dem Fingernagel ablösen kann. Wenn man dann am Ball bleibt und weiterhin immer ein bis zweimal die Woche putzt, dann bleibt es auch meist so.

Und nochmal zurück zur Narkoseempfindlichkeit (unabhängig von MDR1 und MH), auch wenn unsere Linien bislang völlig frei davon waren. Der Ablauf scheint immer der Gleiche, die Hunde schreien meist 1-5 Tage nach der Narkosegabe auf einmal kurz auf und sterben dann sofort. Bei den wenigen die man einer Obduktion unterziehen konnte, konnte nie eine Ursache gefunden werden. Leider konnte auch der letztliche Grund noch nicht ausgemacht werden. Bei einer privaten Datensammlung von Carina Höhne von betroffenen Hunden, war allen gemein, dass sie bei den Narkosemitteln (u.a.) "Ketamin" verabreicht bekommen haben. Auf der anderen Seite gibt auch sehr viele Collies, wie unsere private Datensammlung bezeugt von Collies die keinerlei Probleme hatten, obwohl sie auch Ketamin verabreicht bekommen haben. Aber da wo es zu Problemen geführt hat, reichten teilweise auch geringste Mengen, so z.B. auch zur Einleitung einer Inhalationsnarkose. Inzwischen wurde Ketamin von der Uni Giessen auch auf die Liste der gefährlichen Medikamente für MDR1-betroffene Hunde gesetzt (https://mdr1-defekt.transmit.de/kritische-arzneistoffe-bei-mdr1-gendefekt?fbclid=IwAR2huomDy3uupQn_Bh-q69NgVU68JBofTaiLJYbQT0rH_2L9fORXrbrzomM). Aber Achtung, die Collies scheinen unabhängig vom MDR1-Status, betroffen sein zu können. Sehr eng gezogene Hunde scheinen zudem ebenfalls häufiger betroffen zu sein, was auf eine genetische Komponente schließen lässt, die aber nicht wirklich bislang bewiesen werden konnte. Generell gilt, dass durch Dopplung von Ahnen Gene freigesetzt werden können, die ohne diese Dopplung von gesunden Genen überdeckt werden. Zum Glück ist der Modetrend der engen Inzucht zwischenzeitlich wieder rückläufig, da man weiß, dass hier generell unnötige Gefahren lauern. Eine mögliche Erklärung hierzu wäre, dass es neben MDR1 noch ein weiteres Transportsystem gibt, allerdings konnte bisher noch nichts dergleichen gefunden werden.

Aber nichts desto trotz sollte man Hunde grundsätzlich nur (wenn es kein Notfall ist) in Narkose legen, wenn sie vollständig gesund sind und nicht kurz vorher geimpft wurden oder eine Zeckenbehandlung durchgemacht haben. Eine Blutuntersuchung, ein Abhorchen und ggf. Ultraschalluntersuchung können zeigen, dass der Hund wirklich gesund ist. Größere Praxen, die täglich viele OPs haben, sind vielfach erfahrener, haben oft bessere Überwachungsgeräte und eigene Anästhesisten. Es scheint oftmals so, dass Inhalationsnarkosen besser verträglich sind.

Manchmal können Zecken recht lästig werden. Oft treten sie bei feuchtwarmem Wetter verstärkt auf, vor allem morgens, wenn höhere Gräser (im Wald oder entlang von Flüssen) und Sträucher entlang der Spazierwege liegen. In den heißen Sommermonaten ziehen sie sich oft zurück, da sie sonst austrockenen. Nach einem Spaziergang kann es grundsätzlich nicht schaden mal grob über den Hund drüber zu schauen. Eine gute Sicht auf Augenhöhe hat man schon oft, wenn man den Kofferraumdeckel öffnet und vor allem am Kopf, Hals und ggf. Rücken nach solch blinden Passagieren absucht. Sieht man solch ein kleines Tierchen, oft mit rotbraunem Körper und schwarzen Beinen, so kann man es gut absammeln, bevor es sich zur Haut durchgearbeitet hat und sich festsaugt. Aber die Tiere dann nicht freilassen, sonst sammelt man später ggf. wieder dieselben ab. Auch bitte nicht versuchen mit den Fingern sie zu zerquetschen, sonst hat man ggf. direkten Hautkontakt mit Krankheitserregern, leckt der Hund dann noch, dann hat er sie gleich aufgenommen.

Nehmen die Zecken überhand, so hilft vielfach ein hochwertiges Kokosöl (mit vielen höheren Fettsäuren). Bei Raumtemperatur ist es meist cremig fest. Unmittelbar vor dem Spaziergang kann man ein wenig (ca. ein flacher TL maximal) zwischen den Händen verreiben und dann am Hundefell abstreifen (Beine, Brust, seitlich des Bauchs etc., da die Zecken i.d.R. abgestreift werden von höheren Gräsern und Sträuchern). Unbedingt vermeiden sollte man Chemiekeulen. Die meisten sind für Menschen nicht zugelassen und damit sind sie für Hunde nicht verträglicher. In Einzelfällen kann es nach der Gabe von Antizeckenmitteln in Tablettenform, Spot-On-Präparaten und Zeckenhalsbändern zu mehr oder weniger schweren Komplikationen kommen, von Apathie, Speicheln, Übelkeit, Erbrechen, neurologische Störungen bis hin zu Epilepsie, Ataxie und Tod!!!

Unter Nebenwirkungen steht auch vielfach, dass man die Präparate nicht mit bloßen Händen berühren soll und wenn dann gleich abwäscht, dass man Kinder fernhalten soll und die Hunde nicht mit ins Bett nehmen soll, so schädlich sind diese Mittel. Auch Baden in freien Gewässern ist verboten, da die Mittel giftig sind für Kleinstlebewesen und in die Nahrungskette gelangen können. Und so etwas gibt man den Hunden direkt auf die Haut?! Vor allem Welpen und Junghunde reagieren unter Umständen sehr empfindlich. Unter einem Jahr sollten Zeckenmittel grundsätzlich tabu sein! Aber auch später sollte man sie möglichst komplett vermeiden!

Darum sind auch Fahrten in südliche Länder immer schwierig. Wegen der Sandmücken und anderen Überträgern von gefährlichen Krankheiten, muss Nutzen und Risiko abgewägt werden. Da die Hunde sich in der warmen Jahreszeit dort meist sowieso nicht wirklich wohl fühlen, wäre zu überlegen, ob man nicht ein anderes Urlaubsziel vorzieht in gemäßigteren Klimazonen. Aber auch hier gibt es Gebiete mit erhöhtem Risiko. Generell sollte man zeckenreiche Gebiete versuchen zu meiden. Oft hilft es, da der Collie eh abwechslungsreiche Spaziergänge braucht, den Hund ins Auto zu setzen und z.B. entlang von Feldwegen zu spazieren. 

Collies reagieren schon mal empfindlicher auf räuberische Grasmilben (in der Regel Herbstgrasmilbe). Die ca. 1mm großen Plagegeister treten vor allem in der zweiten Jahreshälfte aufzutreten, im Laufe des Augusts bis es endlich Frost gibt und anscheinend auch bevorzugt auf trockeneren Wiesenteilen. Im Tagesverlauf scheint die Aktivität zuzunehmen. Man kann sie leicht bemerken, wenn man selber barfuß über den Rasen läuft oder man legt einen weißen Teller aufs Gras und sieht nach einiger Zeit dort kleine orangfarbene Pünktchen. Im Larvenstadium sind sie auf ihre Wirte (wie z.B. Hunde, Katzen, Pferde, Menschen) angewiesen, um sich weiter entwickeln zu können. Sie werden an Gräsern, Sträuchern etc. abgestriffen und können wohl nicht selber aktiv auf die Suche gehen. Auf dem Körper ihrer Wirte sieden sie sich gerne an wo es feuchtwarm ist, wie in Fesselbeugen beim Pferd, Kniekehlen bei uns Menschen, bei den Hunden zwischen Zehen, hinten oberhalb der Pfoten, aber auch an den Innenschenkeln, Bauch etc.. Dort findet man gerne Krüstchen. Sie ritzen mit ihren Mundwerkzeugen die Haut auf. Das abgegeben Speichelsekret löst das Gewebe auf und wird dann aufgesogen als Nahrung. Später lassen sie sich einfach abfallen von ihrem Wirt (so verbreiten sie sich auch immer weiter). Die Reaktionen des Körpers sind oft zeitversetzt, so dass man bei der Diagnosestellung oft gar keine Grasmilben mehr nachweisen kann. So setzt als direkte Folge oft massiver Juckreiz ein, vielfach bilden sich kleine Krüstchen. Die Gefahr dabei ist, dass die Collies anfangen diese Stellen abzulecken und dran zu knibbeln. So entstehen Mikroverletzungen und Keime können eindringen, so dass sich Entzündungsherde bilden können, bei denen man frühzeitig mit lokalen Mitteln entgegenwirken soll. ( https://www.sitzplatzfuss.com/die-herbstgrasmilbe-nicht-nur-im-herbst-ein-problem/)

Von Natur aus scheinen erwachsene Collies nicht kurz gehaltene Rasenflächen als Zumutung zu erachten und weigern sich oft sie zu betreten, insbesondere wenn sie noch feucht sind. Vielleicht noch ein Überbleibsel ihres britischen Ursprungs haha. Aber durch das Meideverhalten wird so ein intensiver Kontakt mit den kleinen Plagegeistern vermieden. Sie sind nicht dumm unsere Collies. Mir schwebt da immer ein Foto vor Augen von einer Züchterin in den USA. Sie hat für die Collies extra ein riesiges Areal, auf dem sie sich neben den Spaziergängen frei bewegen und können und toben. Es umfasst die Größe von mehreren Fußballfeldern. Es ist grasbewachsen (mit kurzem Gras) und an einer kleinen Stelle finden sich ein paar Bäume und darunter ist lediglich Erde. Und wo halten sich die Collies auf? Sie sind immer nur dort wo normaler Boden ist und niemals (!) auf dem Rasen. Urinstellen auf dem Gras sind auch nicht sichtbar, so als ob die Collies sich genötigt sehen solch "verseuchtes" Gebiet gar nicht erst zu betreten. So bekommt man Collies auch eigentlich nie auf kleine Auslaufflächen, z.B. an Rastplätzen. Bei jungen Hunden kommt dann noch der Geruch dominanter älterer Hunde hinzu. Bitte niemals die Hunde zwingen trotzdem drauf zu gehen. Zudem ist die Infektionsgefahr an solchen Stellen auch größer.

 

  

 

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